21.10.21 zurück

Kompaktkamera: 10 Tipps für urbane Fotografie

Eine besonders spontane Form der Fotografie ist die sogenannte Strassenfotografie oder urbane Fotografie, besser bekannt unter dem Anglizismus Street Photography. Dieser Begriff deutet bereits an, wo die Fotos geschossen werden: in der Strasse, oder allgemeiner gesagt, im urbanen Umfeld. Selten geht es darum, ein perfektes Foto mit durchdachtem Bildaufbau und sorgfältig geplanter Belichtung zu machen. Ganz im Gegenteil: die Motive tauchen überraschend, ohne Vorankündigung auf und der Fotograf muss in Sekundenbruchteilen reagieren, um sein Foto zu schiessen.
street fotografie kompaktkamera

Strassenmotive warten nicht, bis die Blende eingestellt oder der Fokuspunkt manuell ausgewählt ist. Dem Fotograf bleibt buchstäblich ein Augenblick für seinen Schnappschuss. Daher ist die Wahl der richtigen Kameragattung wichtiger als in anderen Gebieten der Fotografie. Eine Kompaktkamera ist genau das richtige Werkzeug für den ambitionierten Strassenfotografen. Im folgenden erklären wir, warum.

1. Spielt ein grosses Gewicht: die richtige Kamera

Wer auf der Strasse unterwegs ist, möchte erstens nicht auffallen und zweitens nichts Unnötiges herumschleppen. Auf diese Weise wird die Kameraauswahl mehr noch als bei anderen Sujets stark eingeschränkt. Es bietet sich eine leichte Kompaktkamera wie die FUJIFILM X100V für die Street Photography an. Dabei beweist genau diese Kamera, dass leicht und kompakt weder abgespeckt noch Qualitätsverlust bedeutet. Ganz im Gegenteil: die FUJIFILM X100V verfügt sogar über den gleichen 26,1-Megapixel-X-Trans-CMOS-4-Sensor wie die professionellen Systemkameras der X-Serie.

Eines der wichtigsten Features für die in der urbanen Fotografie eingesetzten Kompaktkameras ist natürlich ein extrem schneller Autofocus. Hier punktet die X100V mit unglaublichen 0,02 Sekunden, genau wie die „Grossen“. Grundsätzlich ist ein intelligentes Focus-System mit Gesichts- und Augenerkennung zu empfehlen, denn dem Street-Fotografen bleibt selten Zeit zur Kontrolle des Focus-Punktes.

2. Die passende Linse für die Strasse

Vorweg gesagt: hier scheiden sich die Geister. Der angehende Strassenfotograf wird vermutlich ganz allgemein für grössere Systemkameras verschiedene Empfehlungen bekommen. Einige schwören auf ein Weitwinkel, andere wiederum auf ein mittleres Tele. Doch alle diese Objektive, wenn sie zusammen mit einer Systemkamera verwendet werden, haben ihr Gewicht. Auch die kompaktesten. Von Zoomobjektiven ist aus verschiedenen Gründen bei der Street-Fotografie sowieso ganz abzuraten. Zu wenig Zeit zum zoomen, zu gross, zu viel Gewicht, zu unhandlich.

Ausserdem ist es fraglich, ob in der Street Photography Zeit zum Objektivwechsel bleibt. Auf der Strasse, bei Wind und Wetter, kann sehr schnell Staub und Feuchtigkeit ins Gehäuse eindringen. Hier spielt eine wetterfeste Kompaktkamera „aus einem Guss“ ihre Vorteile aus. Sowohl die oben genannte wetterfeste X100V als auch ihre Schwester, die FUJIFILM X100F, sind die idealen Werkzeuge für die Street Photography. Mit ihrem hochwertigen FUJINON 2.0 / 23 mm (äquivalent 35 mm KB) hat der urbane Fotograf die ideale Optik für alle Aufnahmesituationen.

3. Rauf mit der Empfindlichkeit

Erstens kommt es bei der urbanen Fotografie selten auf maximale Qualität an, und zweitens ist die Gefahr des Verwackelns oder der unkorrekten Scharfeinstellung gross. Meist führt das schnelle Auslösen oder das Herumreissen der Kompaktkamera bis zum letzten Moment zu kleinen Unschärfen. Deshalb empfiehlt sich eine kurze Verschlusszeit bis 1/125 Sek. und eine maximale Blende 8. Um auch im Schatten oder der Dämmerung genug Licht zu haben, sollte der Fotograf mindestens ISO 1600 wählen, bei weniger Licht auch ISO 6400. Das verkraften moderne FUJIFILM Kompaktkameras problemlos ohne sichtbares Bildrauschen.

4. Oberstes Gebot: Geduld!

Ein gutes Foto lässt sich genauso wenig erzwingen wie eine aussergewöhnliche Situation. Es wird Phasen geben, an denen der Street-Fotograf den ganzen Tag in der Stadt unterwegs ist und kein einziges „lohnenswertes“ Motiv findet. Oder ist vielleicht das eigene Auge noch nicht genug geschult, auch in alltäglichen Dingen das Besondere zu sehen? Wie auch immer, jeder wird die Erfahrung machen, dass es „solche und solche“ Tage gibt. Street Photography lebt von der spontanen, ungeplanten Situation. Oft lohnt sich auch das Warten an einer bestimmten, interessanten Stelle, bis eine Person vorbeikommt. Dann heisst es nur noch, im richtigen Moment abzudrücken.

5. Üben, üben, üben

Mehr noch als in anderen fotografischen Disziplinen gilt für die urbane Fotografie: Übung macht den Meister. Warum? Der entscheidende Punkt ist der Zeitfaktor. Oder besser gesagt: die Zeit, die der Fotograf nicht hat. Fast bei jeder anderen Gattung der Fotografie kann sich der Fotograf in Ruhe um den Bildaufbau, die richtige Belichtung und die Wahl der perfekten Brennweite kümmern. Dagegen bleibt hier nur Zeit zum Anvisieren und Auslösen. Je mehr Fotos der Beginner macht, um so schneller wird die Reaktionszeit und das Gespür für auftauchende Motive.

Gleichzeitig steigt mit der Anzahl der Fotos auch die Sicherheit bei der Bedienung der FUJIFILM Kompaktkamera. Diese sollte man im Schlaf beherrschen. Begriffe wie Blende, Verschlusszeit, ISO und ihre Bedienelemente muss der erfolgreiche Street-Fotograf genau kennen.

6. Die fünf Sinne trainieren

Die Intuition spielt eine grosse Rolle in der Street Photography. Sie lässt sich trainieren. Motive tauchen „aus dem Nichts“ auf, aber sie kündigen sich bereits an, bevor sie sichtbar sind. Ein Geräusch oder eine lautere Unterhaltung kann ein interessantes Motiv ankündigen. Genauso kann ein plötzlicher Windstoss oder eine schnelle Bewegung ein interessantes Ereignis ankündigen.

7. Mit dem Bildformat und Blickwinkel experimentieren

Mehr Abwechslung durch Formatwechsel. Wenn der startende Strassenfotograf das Querformat gewohnt ist, sollte er konsequent auch das Hochformat ausprobieren. Gerade der Wechsel des Formats kann die Bildwirkung extrem ändern. FUJIFILM Kameras verfügen über bequeme Einstellelemente sowohl bei horizontaler als auch vertikaler Bedienung.

Zu diesem Thema gehört selbstverständlich auch der Blickwinkel. Wenn der Fotograf die normale Augenhöhe verlässt und eine neue Perspektive sucht, entstehen spannende Fotos. Froschperspektive oder ein erhöhter Standpunkt können aus einem alltäglichen Motiv ein einmaliges Street-Foto machen.

8. Reduktion ist mehr

Wenn der Fotograf sich auf das Wesentliche konzentriert und Beiläufiges weglässt, erhöht dies die Spannung. Die Reduktion auf das Wesentliche lenkt das Auge des Betrachters auf die eigentliche Bildaussage. Gerade diese Konzentration führt dazu, dass sich das Bild von der Masse abhebt.

9. Postproduktion: Fehlerkorrektur

Auch geübte Street-Fotografen produzieren mehr „Ausschuss“ als 100 Prozent gelungene Fotos. Meist ist es besser, schnell auszulösen als „noch kurz“ zu kontrollieren. Dann ist der richtige Moment bereits vorbei. Die moderne Digitaltechnik macht es dem Fotografen heutzutage zum Glück sehr viel einfacher als den analogen Fotografen. Fast immer lässt sich in Bildbearbeitungsprogrammen noch etwas „herausholen“ oder „retten“, was bei der Aufnahme schief ging.

10. Goldene Regel: es gibt keine Regeln!

Die grossen Meisterwerke der Street Photography haben eines gemeinsam: Sie haben fast immer gängige Regeln der Fotografie gebrochen. Egal, ob es um die Bildkomposition, das Aufnahmeformat oder die Belichtung geht: grossartige falsch belichtete, verwackelte oder „disharmonische“ Fotos sind als Ikonen der urbanen Fotografie in die Geschichte eingegangen. Ein guter Tipp: zunächst sollte der Fotograf lernen, die Technik zu beherrschen und die Regeln des Bildaufbaus zu kennen. Danach kann er sie brechen.

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