Fotoapparat kaufen: So findest Du den richtigen Fotoapparat

Fotoapparat kaufen: So findest Du den richtigen Fotoapparat

Obwohl Smartphone-Kameras kontinuirlich besser werden, sind ihnen selbst recht preiswerte, klassische Fotoapparate hinsichtlich der Bildqualität noch immer weit voraus. Das bedeutet aber nicht, dass Du blind zuschlagen solltest – weil für jeden Fotografentypen existieren unterschiedliche Kameras. Nun, welchen Fotoapparat kaufen? Hier erfährst Du, welcher Fotoapparat für wen infrage kommt und wie Du auf diese Weise schnell das passende Modell findest.

Eine kurze Analyse: Warum sind echte Fotoapparate besser?

Im Wesentlichen handelt es sich um vier grosse Bereiche, die einen Fotoapparat zu einem guten Kauf machen.  dann, wenn Du schon ein Smartphone mit einer guten Kamera besitzt:

  • Die Bildqualität ist, wie bereits erwähnt, deutlich überlegen. Grössere Sensoren, spezielle Objektive und die generell überlegene Technik sorgen hierfür, dass die Fotos wesentlich besser aussehen als eher schnappschussartige Smartphone-Bilder.
  • Du hast bei DSLMs und DSLRs ab einem gewissen Preisbereich die freie Objektivwahl. Tele- und Makroobjektive, hohe oder eher niedrige Brennweiten – und darf es ein wenig Zoom sein? Somit bekommst Du für jede Aufgabe im Bereich der Fotografie das passende Objektiv und bleibst flexibel.
  • Smartphones haben in diesem Bereich in den letzten Jahren stark aufgeholt. Nichtdestoweniger sind die unterschiedlichen Einstellungen in der Software bei echten Systemkameras immer noch weitaus umfangreicher. Somit findest Du immer die richtigen Settings für das Bild.
  • Zu guter Letzt bieten aktuelle DSLMs wie die Fujifilm X-T4 eine deutlich bessere Ergonomie als die sehr schlanken Smartphones, die keine Fläche zum Greifen bieten. Sogar stundenlange Sessions werden Deine Hände nicht ermüden lassen.

Aus rein qualitativen Gründen lohnt es sich somit immer, einen Fotoapparat zu kaufen. Welcher das für Dich sein sollte, ergründen wir jetzt.

Fotoapparate für Einsteiger und Gelegenheitsnutzer

MINI LIPLAY - die kleinste instax aller zeitenZwar sind Kompaktkameras aufgrund der Smartphones seltener geworden, sie existieren aber immer noch und erfreuen sich in einem bestimmten Personenkreis grosser Beliebtheit. Das sind Menschen, die nicht die allerhöchsten Ansprüche an die Fotografie stellen, aber nichtdestotrotz eine dedizierte Kamera bevorzugen.

Kann die Bildqualität mit vollwertigen DLSMs oder DSLRs mithalten? Nein, weil das auch nicht Sinn und Zweck dieser Geräte ist. Ein Beispiel ist etwa die Fujifilm Mini LiPlay: Sie beinhaltet nicht nur eine simple zu benutzende und gut in der Hand liegende Kamera, sondern auch einen kleinen Drucker.

Bilder, die Du damit anfertigst, kannst Du gleich mit einigen Filtern bearbeiten (oder in Rohform belassen), ausdrucken und an Freunde weitergeben. Diese ausgedruckten Schnappschüsse sind für die professionelle Weiterbearbeitung nicht geeignet – aber das ist nicht das Ziel der Kompaktkameras.

Heute werden sie vor allem mit spontanem Spass in Verbindung gebracht: Kamera raus, Foto machen, ausdrucken, Freude haben – ohne langwieriges Finden der richtigen Einstellungen und die Objektivwahl. Wenn das exakt das ist, was Du suchst, kannst Du eine Menge Spass mit Kompaktkameras dieser Art haben.

Ein weiterer gewichtiger Vorteil ist der Preis. Nämlich hier bewegst Du Dich in einem Bereich von etwas mehr als 100 Franken. Aber den vierstelligen Bereich, den Systemkameras spielend erreichen können, musst Du nicht fürchten. Planst Du die Nutzung Deiner neuen Kamera nur gelegentlich? Dann hast Du keine professionellen Ansprüche an die Bildqualität, da es für das eigene Fotoalbum übrigens trotzdem ausreicht. Somit machst Du mit einer guten Kompaktkamera keinen Fehler. Und es spricht nichts dagegen, später eine weitere Kamera dazuzukaufen.

Der fortgeschrittene Bereich: Systemkameras

Der gewaltige Markt der Systemkameras ist enorm umfangreich. Dementsprechend werden sowohl ambitionierte Hobbyfotografen als auch professionelle Anwender, die mit der Fotografie ihr Geld verdienen, fündig. Fangen wir mit der Bridgekamera an.

Die Bridgekamera: Einstieg ins DSLM-Geschäft

Der definierende Unterschied zu anderen Systemkameras besteht bei der Bridgekamera in dem Umstand, dass das Objektiv fest verbaut ist. Gleich zu Beginn sei gesagt, dass dies einen grossen Vorteil hat: den Preis. Wer sich einen solchen Fotoapparat kaufen möchte, spart Geld, da die aufwendige Technik für wechselbare Objektive wegfällt.

Es handelt sich dabei meist um typische Allrounder-Objektive mit einem durchschnittlichen Zoombereich. Du kannst praktisch alles mit ihnen fotografieren, aber nichts so gut wie mit einem Spezialobjektiv. Beispielsweise kannst Du mit einer Bridgekamera ebenfalls Nahaufnahmen von Bienen an einer Blüte machen. Aber der Detailgrad wird nicht so hoch ausfallen wie mit einem speziellen Makroobjektiv.

Allrounder - Objektive mit einem durchschnittlichen Zoombereich

Du erhältst allerdings in diesem Bereich schon eine Qualität, die gewöhnlichen Smartphones haushoch überlegen ist. Vor allem die grossen Sensoren und die viel Licht einlassenden Objektive sorgen dafür, dass Du bei schlechten Lichtverhältnissen bessere Fotos machen kannst. Die Anschaffung einer Bridgekamera ist daher immer eine gute Idee.

Besonders dann, wenn Du noch nicht zu 100 Prozent sicher bist, ob die Fotografie für Dich als Hobby geeignet ist. Und auch dann, wenn Du nicht zu tief in die Tasche greifen möchtest. Speziell solltest Du nur auf die technischen Eigenschaften achten, die Du brauchst. Also etwa HD-Videoaufnahmen, optische Bildstabilisatoren, schnelle Serienbilder oder ähnliche Merkmale.

Systemkameras mit wechselbarem Objektiv

Systemkameras mit wechselbarem Objektiv

Suchst Du mehr Flexibilität, um zahlreiche unterschiedliche Motive festzuhalten, sind Systemkameras mit einem wechselbaren Objektiv die richtige Wahl. Du kannst die zwei wichtigsten Eigenschaften „Lichtstärke und Brennweite“ anders wählen. Sie zeichnen sich im Vergleich zu einem festen Objektiv durch diese zwei Komponenten aus.

Objektive mit kurzer Brennweite sorgen hierzu, dass Dein Motiv im Vergleich zu einer normalen Brennweite kleiner abgebildet wird. Somit passen dann am Ende mehr Inhalte auf das Bild. Umgekehrt führen lange Brennweiten dazu, dass Dein Motiv vergrössert dargestellt wird. Das kann für bestimmte Bereiche von Vorteil sein.

Darüber hinaus gibt es die Lichtstärke, die normalerweise in Werten wie 3.4-5.7 angegeben wird und am Objektivrand vermerkt ist. Die Zahlen geben Aufschluss über die maximale Blendenöffnung. Je grösser die Öffnung, desto mehr Licht kann einfallen und desto mehr Details werden bei schwachen Lichtverhältnissen im fertigen Bild sichtbar. Somit muss der ISO-Wert nicht hochgeschraubt werden.

Systemkameras mit einem wechselbaren Objektiv

Im Klartext bedeutet das, dass Dir Systemkameras mit einem wechselbaren Objektiv wesentlich mehr Möglichkeiten bei der Fotografie geben. Von kleinsten bis zu grossen Ereignissen kannst Du alles festhalten, was Dein Herz begehrt – wenn Du nur das passende Objektiv hast. DSLMs wie die Fujifilm X-T200 bieten Dir die Option, die Objektive bequem zu wechseln. 

Einziger Nachteil: Objektive gehören generell zu den teuersten Komponenten moderner Kameras. Um eine umfangreiche Ausstattung zu Hause zu haben, musst Du dementsprechend bedingt viel Geld in die Hand nehmen. Langfristig lohnt sich das durchaus für ambitionierte Fotografen. Ausserdem floriert der Gebrauchtmarkt, sodass Du günstig an gute Objektive kommst. Mehr dazu erfährst Du in unserem Journal.

Spiegelreflexkameras: alt, aber gut?

Technisch gesehen gibt es keinen grossen Unterschied zwischen spiegellosen Systemkameras (DSLM) und Spiegelreflexkameras (DSLR). Letztere verfügen im Gegensatz dazu über einen Spiegelmechanismus, der aktiviert wird, wenn Du den Auslöser drückst. Der Sucher ist ebenso technisch anders umgesetzt. Daraus allein lässt sich aber nicht ableiten, dass eine Kameraart der anderen pauschal überlegen ist. Das Erlebnis beim Fotografieren mit einer DSLR ist etwas «analoger». Das heisst, dass hier beispielsweise ein optischer Sucher anstelle einer elektronischen Variante zum Einsatz kommt.

Wobei der Spiegelmechanismus kein elektrischer Trick oder Softwarespielerei ist, sondern pure Mechanik. Hierzu ist sie aufgrund des klobigen Designs weniger transportabel und teuer in der Reparatur, da die Technik komplex ist. Es spricht nichts gegen den Kauf einer Spiegelreflexkamera, allerdings fährst Du gerade als Einsteiger mit einer DSLM vermutlich besser. Zu einer DSLR gehört ein wenig Erfahrung, da Du die Bilder im Sucher selten so siehst, wie sie auf der Fotografie erscheinen. Das hat ebenfalls technische Gründe.

Technische Eigenschaften moderner Kameras: Worauf sollte ich achten?

Kompaktkamera, Systemkamera und Spiegelreflexkamera

Hast Du Dich zwischen Kompaktkamera, Systemkamera und Spiegelreflexkamera entschieden, sollte Dein nächster Blick auf die technischen Eigenschaften fallen. Diese sind enorm umfangreich und erfordern somit ein wenig Recherche. Wichtige Merkmale sind die folgenden:

  • Autofokus

Motive müssen scharf dargestellt werden (künstlerische Kreativität als Ausnahme bestätigt die Regel). Das erledigt bei modernen Kameras der Autofokus. Der arbeitet demgegenüber, je nach Modell, mehr oder weniger schnell. Die besten Ergebnisse erzielen DSLRs, gute Systemkameras kommen aber nahezu auf dieselben Fokuszeiten. 

Wann wäre es noch sinnvoll einen Fotoapparat zu kaufen? Wenn Du planst, schnelle und vergängliche Ereignisse einzufangen, wie einen Vogelflug, einen Sportler, fahrende Autos, ein Feuerwerk und generell spontane Ereignisse. Dieser Fotoapparat stellt somit in Sekundenbruchteilen scharf. Dazu kannst Du mehrere Geräte vergleichen.

  • Videoauflösung

Fotokameras für Videoaufnahmen

Es spricht nichts dagegen, Fotokameras für Videoaufnahmen zu nutzen. Auf dem Markt wirst Du Modelle finden, die entweder in Full-HD (1920 x 1080px) oder in Ultra-HD (3840 x 2160px) aufnehmen. Ausserdem bieten Dir manche Geräte nur die standardmässigen 30 Bilder pro Sekunde während der Aufnahme.

Währenddessen schaffen andere 60 Bilder, was Zeitlupeneffekte oder flüssige Bewegungen in Echtzeit erlaubt. Du musst selbst entscheiden, ob Du mit Deiner neuen Kamera Videoregisseur werden willst oder nicht. Es gilt: Full-HD reicht immer aus, Ultra-HD ist aber zukunftssicherer. Die meisten Modelle ab dem mittleren Preisbereich unterstützen derweil Ultra-HD.

  • Bildstabilisator

Damit Fotos und Videos in voller Bewegung nicht verwackeln, existieren Bildstabilisatoren. Elektronische oder optische Bildstabilisatoren (EIS oder OIS) sind die besten Varianten. Verzichten solltest Du darauf nach Möglichkeit nicht.

  • Akku und Speicher

Beide Elemente hängen eng zusammen: DSLMs sind den DSLRs im Bereich des Akkus und damit der Laufzeit deutlich überlegen. Ein möglichst grosser interner Speicher bzw. die Möglichkeit, ihn über SDXC-Karten zu erweitern, ist ebenfalls ein Pluspunkt. Achten solltest Du auf diese Punkte, wenn Du etwa in freier Natur über einen längeren Zeitraum fotografieren möchtest. Da es dort keine Steckdosen gibt, ist es eine gute Idee, möglichst autark fotografieren zu können.

  • Serienbilder

Falls Du bewegliche Motive fotografierst – wozu selbst Porträtfotografie gehören kann, da der Mensch nie zu 100 Prozent stillhält –, solltest Du einen Fotoapparat kaufen, der viele Serienbilder macht. Es ist zum Beispiel unwahrscheinlich, dass Du einen Tennisspieler beim Aufschlag im richtigen Moment erwischst. Macht die Kamera aber im Abstand von Sekundenbruchteilen gleich zehn Fotos, wird wahrscheinlich ein brauchbares dabei sein.

Bewegliche Motive fotografieren

Zu guter Letzt kannst Du Dir Gedanken über die Anschlüsse machen. USB, HDMI, WLAN, Bluetooth und Co. buhlen hier um Deine Gunst. Für Filmer lohnt es sich, den HDMI-Anschluss mit an Bord zu holen, um Videos von der Kamera auf ein Anzeigegerät zu transportieren. Ob Du hiergegen Bluetooth benötigst, bleibt Dir überlassen. WLAN ist ebenfalls eher «nice to have» als notwendig. Wieso? Weil da Du Bilder in der Regel über einen Kartenleser von A nach B transferieren wirst.

Fazit: Was die perfekte Kamera ist, entscheidest Du

Die unglaubliche Produktvielfalt am Markt verdeutlicht, dass es den «perfekten» Fotoapparat nicht geben kann. Jeder Fotograf hat andere Ansprüche. Das bedeutet, dass Du selber entscheiden musst, welches Modell für Dich geeignet ist. Eine Systemkamera wird Dir zu gross sein, wenn Du nur hin und wieder zum Fotoapparat greifst.

Eine Kompaktkamera reicht hingegen nicht mehr aus, sobald Du höhere Ansprüche hast. Mach Dir am besten ein wenig Gedanken über die Informationen in diesem Ratgeber. Versuche dann, das für Dich passende Modell zu finden. Im Portfolio von Fujifilm findest Du eine Vielzahl von qualitativ hochwertigen Fotoapparaten, die garantiert Deine Ansprüche erfüllen.

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