Female Views by Fujifilm mit Sabina Bösch

Ein Carte Blanche Projekt mit dem Titel «Female Views», das von Fujifilm initiiert wurde, startete inmitten turbulenter Zeiten wie diesen mit einer einfachen Mission: Die Sichtbarkeit von Schweizer Fotografinnen weiter zu fördern. Im Mittelpunkt steht diesmal die in Zürich lebende freie Fotografin Sabina Bösch. Ihre Vision für Frauen in der Kreativindustrie? Eine Zukunft, in der das Geschlecht keine Rolle mehr spielt und Fragen wie diese keine Relevanz mehr haben. Eine Welt, in der jeder Mensch nur nach seinem Können und nicht nach Herkunft oder Geschlecht beurteilt würde. Für uns porträtierte Sabina sechs Frauen aus der Schweizer Kreativwirtschaft und stellte ihnen die gleichen Fragen, die wir der Fotografin gestellt haben.

«Jahrzehntelang glaubte man an das Genie des Kurators und des Künstlers. Entsprechend sind frauenfeindliche Strukturen in den Institutionen gewachsen, die für Frauen unsichtbare Hindernisse darstellen. Um sichtbar zu werden, müssen Frauen zuerst diese Hindernisse überwinden. Verständlicherweise ist nicht jede dazu bereit.» – Michelle Akanji, Co-Leiterin der Gessnerallee Zürich

«Die Selbstdarstellung als Frau ist viel komplexer, als die eines Mannes. Es gilt einen Haufen anspruchsvoller Kriterien zu erfüllen – oder bewusst nicht zu erfüllen – gesellschaftlicher, stereotypischer oder ästhetischer Art. Ich denke, dass unter dem Druck, diesen hohen Ansprüchen zu genügen, sich Frauen eher unterrepräsentieren – verständlicherweise.»  Selina Bernet, freie Type Designerin


«Meine Vision für Frauen und die Kreativbranche ist, dass man irgendwann keine Vision für Frauen mehr haben muss, sondern nur noch eine für Menschen und die Branche an sich.»  Natascha Vavrina, freie Regisseurin und Kamerafrau

«Frauen sollen mehr Plattform erhalten, sichtbar gemacht werden. Dabei sollten wir auch selbstbewusster sein, und ohne Scham zeigen, was wir können.» – Anissa Todesco aka Amygdala, DJ und Produzentin


«Es gibt viel Entmutigung für Frauen in der Branche, und es ist auch ein systematisches Hindernis, das der Markt schafft. Jeder Vorfall, der weibliche Kreative entmutigt, sollte zur Sprache gebracht werden.» – Ceylan Öztrük, Künstlerin

«Faszination klingt für mich sehr romantisch. Wenn man einmal Blut geleckt hat, dann gibt es kein zurück mehr. Auch wenn es das Schönste und das Schlimmste zugleich ist: entweder man brennt für etwas, oder nicht.» – Nurit Hirschfeld, Sängerin und Schauspielerin


Die Porträts entstanden im Rahmen des Carte Blanche-Projekts «Female Views by Fujifilm» mit Sabina Bösch. Die in Zürich lebende freie Fotografin Sabina Bösch hat an der Ecole cantonale d’art de Lausanne einen Masterabschluss in Fotografie erworben. Dieses Jahr wurde sie mit «Hoselupf», ein dokumentarisches Fotoprojekt über die Frauensektion des Schweizer Nationalsports Schwingen, für einen Swiss Design Awards nominiert.  Für uns porträtierte Sabina sechs Frauen aus der Kreativwirtschaft und stellte ihnen die gleichen Fragen, die wir der Fotografin gestellt haben. Ihre Vision für Frauen in der Kreativbranche? Hier geht’s zum Interview mit Sabina Bösch.


Female Views by Fujifilm mit Fotografin Sabina Bösch, represented by Rene Hauser 

Umgesetzt mit FUJIFILM GFX100  

Protagonistinnen: Michelle Akanji, Co-Leiterin der Gessnerallee Zürich

Selina Bernet, freie Type Designerin

Natascha Vavrina, freie Regisseurin und Kamerafrau

Anissa Todesco aka Amygdala, DJ und Produzentin

Ceylan Öztrük, Künstlerin

Nurit Hirschfeld, Sängerin und Schauspielerin

 

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