Digitalkamera Test: Was muss beachtet werden?

Digitalkamera Test: Was muss beachtet werden?

In Testberichten von Digitalkameras ist es gerade für Laien schwer möglich, herauszufinden, welche angesprochenen Punkte wirklich wichtig sind und welche nicht. Wir verraten Dir hier, was bei einem Digitalkamera Test für den durchschnittlichen Anwender von Bedeutung ist und was nicht. Somit findest Du am Ende schneller diejenige Kamera, die für Dich geeignet ist.

Digitalkamera Test: Vom Groben ins Feine

Zuerst solltest Du sicherstellen, dass der Digitalkamera Test den Typ von Kamera abdeckt, den Du Dir wünschst. Suchst Du eine Kompaktkamera mit Zusatzfunktionen wie die Instax Mini 70, kannst Du mit Tests zu Profi-DSLR-Kameras wenig anfangen. Somit solltest Du zuerst sicherstellen, dass es um die Art Kamera geht, die Du kaufen möchtest –Kompaktkamera, DSLM oder DSLR. Eine passende Wahl ist ebenso eine Systemkamera mit Sucher.

Sowohl eine Spiegelreflexkamera, als auch eine moderne Systemkamera ohne Spiegel. Beide Varianten bieten alle Möglichkeiten zur Gestaltung für super Fotos: Blende, Brennweite, Belichtungszeit – alles ist veränderbar. Ebenfalls das Objektiv ist wechselbar und es gibt reichend Zubehör. Mit Ihren Ansprüchen ist die Systemkamera kontinuirlich am wachsen: egal, ob mit oder ohne Spiegel. Nehmen wir für diesen Ratgeber an, dass Du Dich für eine spiegellose Systemkamera entscheiden willst. Dann geht es direkt weiter in die technischen Eigenschaften, die für Dich von Relevanz sein sollten.

Äusserlichkeiten, auf die es ankommt

Äusserlichkeiten, auf die es ankommt

Vor allem im unteren Preisbereich tummeln sich zahlreiche DSLMs, deren Objektiv fest verbaut ist. Das muss nicht falsch sein, wenn das jeweilige Objektiv exakt diejenigen Punkte abdeckt, die für Dich wichtig sind (sprich: Brennweite, Lichtstärke, Zoomfaktor & Co.). Vor allem fortgeschrittene Fotografen werden indes um eine Systemkamera mit einem wechselbaren Objektiv nicht herumkommen. Der Zugewinn an Flexibilität fällt enorm aus.

Ebenfalls gerne eingespart wird der Sucher. Der ist zwar bei Spiegelreflexkameras bauartbedingt stetig enthalten, bei preiswerten DSLMs wird er gelegentlich gestrichen. Hier gilt ebenso: Einsteiger werden ihn sicherlich nicht vermissen. Dann verwandelt sich die Systemkamera praktisch in eine Art (qualitativ enorm hochwertiges) Smartphone. Das Fotografieerlebnis weicht nicht sonderlich von der Smartphone-Fotografie ab.

Ein Sucher ist stetig eine gute Sache und verändert den Bezug zur Szenerie stark. Verzichten solltest Du darauf nach Möglichkeit nicht. Einen weiteren Unterschied macht das Display an der Rückseite der Kamera. In jedem Digitalkamera Test wirst Du Informationen über dessen Grösse und Auflösung (angegeben in Millionen Bildpunkten) finden. Je grösser und hochauflösender der Bildschirm, desto mehr Details erkennst Du. Modelle wie die Fujifilm X-T100 erreichen mit etwas mehr als 2,3 Millionen Pixeln eine ausgesprochen hohe Auflösung.

Von Bedeutung sind schliesslich noch zwei weitere Punkte:

  • Wie schwer ist die Kamera? Je höher das Gewicht, desto schwieriger wird es für Dich, sie über einen längeren Zeitraum in den Händen zu halten. Bedenke, dass in der Regel das Gewicht ohne Objektiv angegeben wird. Vor allem Teleobjektive können äusserst viel zusätzliches Gewicht beisteuern.
  • Eine weitere Sache, die in einem Digitalkamera Test öfters erwähnt wird, ist die Ergonomie. «Liegt gut in der Hand» und ähnliche Floskeln kommen auf Dich zu. Darauf solltest Du keinen zu hohen Wert legen, weil was gut oder schlecht in der Hand liegt, ist extrem subjektiv. Um einen echten Eindruck von einer Kamera zu bekommen, musst Du sie selbst erproben.

Technische Feinheiten Deiner Kamera im Test

Technische Feinheiten Deiner Kamera im Test

Beantworten wir zunächst eine der wichtigsten Fragen, die gerade Einsteiger als zu wichtig empfinden und daher überproportional stark gewichten: die Megapixel.

Wie wichtig ist die Megapixel-Anzahl?

Klären wir zunächst kurz, was sich hinter dem Begriff Megapixel generell verbirgt. Die Anzahl der Megapixel ist eine andere Art, die Auflösung zu beschreiben. Ein Beispiel: Ein Bild, das 2000 Pixel in vertikaler Richtung und 2000 Pixel in horizontaler Richtung bietet, würde insgesamt 4’000’000 Pixel darstellen – also vier Megapixel.

Allerdings sagt die Auflösung nur aus, wie gross das fertige Bild ist. Die Qualität beeinflusst die Anzahl der Megapixel nicht. Es ist möglich, ein Bild mit einer Auflösung von 20 Megapixeln zu erstellen, das qualitativ grauenhaft aussieht. Daher gilt: Beim Digitalkamera Test solltest Du nicht exakt auf den Megapixel-Wert schauen. Moderne Kameras produzieren generell Fotos in beachtlich hoher Auflösung.

Aber: Du solltest im Test nachlesen, wie viel Auflösung die Kamera zu den Seiten verliert. Die volle Auflösung wird im Grossen und Ganzen nur im Zentrum des Bildes erreicht. Während sie zu den Seiten abflacht und das Bild leicht unscharf wird. Hier solltest Du nachlesen, wie gross dieser Verlust ist bzw. ob er für das menschliche Auge überhaupt wahrnehmbar wird.

Wesentlich wichtiger als die reinen Megapixel sind unter anderem die folgenden Punkte, auf die wir stichpunktartig eingehen.

Die Grösse des Sensors

Der Sensor ist verantwortlich dafür, dass am Ende ein Bild entsteht. Je grösser er ist, desto mehr Licht und damit Bildinformationen fängt er ein. Ein kleiner Vergleich zeigt Dir, welche Auswirkungen die Sensorgrösse hat:

  • In Smartphones wie dem iPhone 7 steckt ein 1/3-Zoll-Sensor, der eine Fläche von etwa 17 mm² abdeckt.
  • Die APS-C-Sensoren in vielen aktuellen Kameras von Fujifilm erreichen bereits eine Fläche von etwa 367 mm². Ungefähr das Zwanzigfache von Smartphone-Kameras – ein gewaltiger Fortschritt. Ein Beispiel dafür ist die Fujifilm X-T30.
  • Systemkameras wie die Fujifilm GFX 50S sind mit einem Mittelformatsensor ausgestattet, der 1441 mm² gross ist und damit das beispielhafte Smartphone um das 84-fache übertrifft.

Ein Blick auf den Sensor, der in einem seriösen Digitalkamera Test erwähnt wird, lässt Dich wissen, welche Qualität der Sensor hat. Als Einsteiger bist Du mit der APS-C-Sektion bereits gut beraten. (Teure) Voll- und Mittelformatkameras richten sich an professionelle Anwender, bei denen Geld eine kleinere Rolle spielt.

Der Autofokus

Im Bereich der Geschwindigkeit des Autofokus haben Systemkameras in den letzten Jahren beeindruckende Fortschritte erzielt. Mit einer DSLR halten sie zwar technikbedingt noch nicht mit, aber das dürfte nur noch eine Frage der Zeit sein. Einen schnellen Autofokus brauchst Du immer dann, wenn sich Objekte rasch bewegen. Typische Anwendungsfelder sind die Sport- und die Tierfotografie.

Auch das Festhalten von Naturphänomenen, etwa fallender Regen oder ein Gewitter, lässt sich mit einem schnellen Autofokus besser umsetzen. Nicht beachten solltest Du den Autofokus, wenn Du vorrangig Portraits, Architektur, Landschaften oder den Nachthimmel fotografierst. Da sich statische Objekte nicht bewegen, ist der Autofokus völlig bedeutungslos. Im Übrigen haben moderne Kameras allesamt einen für Amateure sehr schnellen Autofokus.

Die Lichtempfindlichkeit

Damit im Speicher Deiner Kamera ein Bild landet, muss Licht durch das Objektiv auf den Sensor treffen. Das ist bei hellem Tageslicht oder starkem Kunstlicht kein Problem. Wer jedoch abends oder nachts fotografiert, wird schnell feststellen, dass manchmal nicht genügend Licht zur Verfügung steht, um alle Details einzufangen. Die Lösung ist die Erhöhung der Lichtempfindlichkeit.

Die Lichtempfindlichkeit

Dies wird bei Kameras in ISO-Werten angegeben. Je höher der Wert ist, desto lichtempfindlicher ist der Sensor. Das hat allerdings den Nachteil, dass bei höheren Empfindlichkeiten ein Bildrauschen über das Foto gelegt wird.

Details werden zwar in dunklen Sektionen besser sichtbar, helle Bereiche verlieren jedoch an Schärfe und stellen sogar Farben verfälscht dar. Gute DSLMs bieten daher einen möglichst breiten Umfang – von ISO 100 bis 200 für Tageslichtaufnahmen bis zu Werten von 12’800 wie im Fall der Fujifilm X-T100. Die grosse Bandbreite stellt sicher, dass Du für jeden Einsatzzweck die passende Lichtempfindlichkeit regulieren kannst.

Serienbilder für bestimmte Einsatzzwecke

Fotografierst Du vorrangig vergängliche Ereignisse, solltest Du im Digitalkamera Test auf die Anzahl der Serienbilder pro Sekunde achten. Je nach Qualität der Kamera findest Du Werte bis zu 20 Bildern pro Sekunde vor. Betätigst Du den Auslöser und hast die Serienbildfunktion eingeschaltet, nimmt die Kamera in sehr kurzer zeitlicher Folge 20 Bilder desselben Ereignisses auf.

Wichtig ist das für Dich, wenn Du Tiere fotografierst (Vögel im Flug), Sportler, Feuerwerk oder generell alle Motive, die sich schnell bewegen. Also Situationen, in denen eine hohe Dynamik vorliegt. Zu bedenken ist weiterhin, dass eine grosse Anzahl an Bildern viel Speicherplatz benötigt. Der interne Speicher ist hierfür weniger von Bedeutung, wichtiger ist die Kompatibilität mit modernen Speicherkarten.

Wie wichtig sind Anschlüsse?

Die allermeisten modernen Kameras bieten die Standardausstattung, die aus USB und einem Steckplatz für SD-Karten besteht. Auf Kompatibilität zu SDXC-Karten ist zu achten, wenn Du äusserst viele Fotos und vor allem Videos aufnimmst – denn nur der SDXC-Standard garantiert Kompatibilität mit den grössten verfügbaren Speicherkarten.

Ob Du zudem WLAN und Bluetooth benötigst, bleibt Dir überlassen. Die drahtlose Übertragung von Bildern kann in bestimmten Fällen nett sein – mehr aber auch nicht. Ein HDMI-Anschluss hingegen stellt für Hobbyfilmer eine gute Lösung dar, um sich die aufgenommenen Videos schnell an grösseren Anzeigegeräten anzuschauen.

Sonderfall für Videobegeisterte

Die hohe Qualität moderner Kameras sorgt hierfür, dass Hobbyfilmer absolut auf ihre Kosten kommen. Auf mehrere Punkte kommt es im Digitalkamera Test in diesem Fall an:

  • Auflösung

Weniger als 1080p bzw. Full-HD ist heute nicht mehr akzeptabel. Gleichzeitig bieten Dir Kameras inzwischen sogar Ultra-HD bzw. 4K-Auflösungen an – die zukunftssichere und deutlich schärfere Variante. Interessierst Du Dich für Filme und Videoclips, führt um eine 4K-Kamera kein Weg herum.

  • Bildwiederholrate

Zwischen 30 und 60 Bilder pro Sekunde sind der Standard bei Videoaufnahmen. Die 60er-Variante verbindet zwei Vorteile: Erstens wirken Bewegungen sehr flüssig, was vor allem bei langsameren Kamerafahrten und schnellen Bewegungen auffällt. Zweitens werden so echte Zeitlupen ohne Bildwiederholungen möglich.

  • Zubehör

Zwar ist ein Mikrofon oft ein Teil moderne Kameras, aber ein Anschluss für eine externe Lösung ist immer besser. Damit platzierst Du das Mikrofon nach Wunsch direkt an der Tonquelle und erhältst bessere Aufnahmen. Von sehr grosser Bedeutung ist ausserdem der elektronische oder der optische Bildstabilisator (EIS oder OIS).

Beide verrichten ihre Arbeit gut und bringen Ruhe in das Bild. Selbst wenn Du Dich bewegst, eine Aufnahme während einer Autofahrt startest oder Du in Menschenmengen aufnimmst, wo Rempler an der Tagesordnung sind. Ohne Stabilisator ist an Videoaufnahmen praktisch nicht zu denken. Eine Ausnahme besteht, wenn Du genau weisst, dass Du ausschliesslich mit einem Stativ aufnehmen wirst.

Wir raten aber dennoch dringend dazu, nicht auf diese sehr wichtige Komponente zu verzichten und im Digitalkamera Test verstärkt darauf zu achten. Du machst gerne unterwegs Bilder und bewegst Dich in freier Natur? Es kann nicht schaden, sich in diesem Fall eine Kamera zuzulegen, die wasser- und staubresistent ist. Auch Erschütterungen sollte sie aushalten können. Planst Du vorrangig Outdoor-Fotografie, solltest Du im Test auf diesen Punkt besonders acht geben.

Fazit

Eine geeignete Kamera in einem Digitalkamera Test zu finden, ist leichter, als man zunächst glauben sollte. Wichtig ist, dass Du weisst, was Du brauchst – dann wirst Du automatisch auf die Daten schauen, die relevant sind. Technische Daten allein lassen selten eine Aussage über die letztendliche Qualität zu. Im Fliesstext erkennst Du die jeweiligen Schwächen und Stärken der Kamera besser.

Sobald Du ein für Dich passendes Modell gefunden hast, kannst Du Dich gleich bei Fujifilm umsehen und Dir Deine Wunschkamera zulegen. Von Einsteigermodellen für Gelegenheitsfotografen bis zum Profisegment mit extrem hoher Bildqualität und einer umfangreichen Objektivauswahl; Alles ist dabei, was Du heute für herausragende Fotografien brauchst.

Schreibe einen Kommentar