10 goldene Tipps für ein perfektes Fotoshooting

10 goldene Tipps für ein perfektes Fotoshooting

Das Porträt stellt die Königsdisziplin vom Fotoshooting dar. In nur einem einzigen Bild soll zu Ausdruck gebracht werden, was eine Person ausmacht. Das klingt wie eine spannende Herausforderung, die den Fotografen schnell überfordern kann – vor allem wenn die Vorbereitung nicht ideal ist. Dabei ist es gar nicht so schwer, den Charakter und die Besonderheiten eines Menschen auf einem Foto einzufangen.

Wir von Fujifilm geben Dir eine Checkliste an die Hand, mit der Du Dich nicht nur perfekt auf Dein Fotoshooting vorbereiten kannst. Du kannst sie ebenfalls nutzen, um während des fotografierens immer mal wieder einen Blick darauf zu werfen. Dadurch ist garantiert, dass Du in der Eile, die ein Fotoshooting manchmal mit sich bringt, immer den Überblick behältst.

Fotografie folgt Regeln, die wir Dir erklären werden. Fühlst Du Dich wohl mit Deinen eigenen Bildern, und bist Du der Meinung, dass Du den Dreh raus hast, kannst Du die Regeln bewusst brechen. So findest Du Deinen eigenen Stil, der Dich ausmacht und an dem man Dich wiedererkennt. Sei mutig und übe, wann immer Du die Zeit dafür findest.

1. Fotoshooting Tipp: Das Licht ist entscheidend – Finde das richtige Timing für Dein Fotoshooting!

1. Das Licht ist entscheidend: Finde das richtige Timing für Dein Fotoshooting!

Wörtlich übersetzt bedeutet Fotografieren so viel wie «mit Licht zeichnen». Tatsächlich ist das Licht der entscheidende Faktor bei jeder Art von Fotografie. Machst Du Bilder von Menschen, ist der Stand der Sonne entscheidend. Arbeitest Du draussen, vermeide die Mittagssonne. Während der Mittagszeit und über den Nachmittag steht die Sonne zumeist sehr hoch. Das sorgt für harte Schatten, die den Gesichtern der abgebildeten Personen nicht schmeicheln.

Warte, bis die sogenannte Goldene Stunde kommt. In dieser Zeit steht die Sonne sehr tief. Meistens hast Du etwa eine Stunde, bis sie untergegangen ist. In diesem Zeitrahmen fällt das Licht besonders weich, und die Schatten schmiegen sich förmlich an Deine Models. Auf die Goldene Stunde folgt die «Blaue Stunde». In dieser Zeit, die von blauem Licht in verschiedenen Abstufungen durchzogen ist, kannst Du besonders charakterstarke Portraits während Deines Fotoshootings anfertigen.

2. Fotoshooting Tipp: Wähle die richtige Brennweite aus!

Fotoshooting: Die passende Brennweite aus

Während sich eine Brennweite von 24 mm sehr gut für die Reportagefotografie eignet, ist ein derart weiter Winkel für ein Fotoshooting nur bedingt ideal. Deine Protagonisten möchten auf den Bildern schlank und modisch aussehen. Merke Dir: Je weiter der Winkel Deines eingesetzten Objektivs ist, desto stärker ist die Verzerrung. Das bedeutet beispielsweise für ein Kopfportrait, dass die Nase grösser wirkt.

Brennweiten ab 50 mm – man spricht hier von Normalbrennweiten, da diese ungefähr den Blickwinkel wiedergeben, den wir auch im alltäglichen Leben sehen – sind ideal für Dein Fotoshooting. Je länger die Brennweite Deines Objektivs ist, desto natürlicher wirkt die Darstellung der abgebildeten Personen.

Möchtest Du besonders flexibel sein, dann setzt Du auf Zoomobjektive von Fujifilm, wie beispielsweise das 16-55 mm 2.8. Mit einem Zoomobjektiv bist Du auch flexibel, wenn Du nicht nur Fotoshootings damit machen möchtest, sondern das Objektiv auch anderweitig zum Einsatz kommen soll. Egal ob im Urlaub, für die Dokumentarfotografie oder im Shooting – damit bist Du immer optimal ausgestattet.

3. Fotoshooting Tipp: Beachte die Freistellung – sie sorgt für den besonderen Look!

Der besondere Look

Bleiben wir noch ein wenig bei den Objektiven und ihren Besonderheiten. In der heutigen Zeit ist in der Mode- und Hochzeitsfotografie ein Look beliebt, der das Model stark vom Hintergrund trennt. Das nennt man Freistellung. Möglich ist dies durch eine grosse Blendenöffnung. Je lichtstärker das Objektiv ist, das Du für Deine Bilder verwendest, desto besser tritt dieser Effekt zum Vorschein. Arbeitest Du mit offener Blende, so wird die Schärfenebene sehr klein.

Nur noch dein Model wird scharf abgebildet, der Hintergrund wirkt weich, elegant und unscharf. Wir von Fujifilm bieten Dir Portraitobjektive – wie beispielsweise das 56mm 1.2 oder das 90 2.0 –, mit denen Du genau diese Effekte erzielen kannst. So kannst Du praktisch jeden Ort zu Deinem Fotostudio werden lassen. Besonders in der Natur lassen sich durch die Freistellung wunderbare Effekte erzielen und einmalig schöne Hintergründe kreieren.

Ein wichtiger Faktor: Die Kleidung

Outfits: Das Modell soll 3 Outfits mitbringen. Auf den Bildern sollte das Modell in der Regel Sie selbst sein. Deshalb ist es wichtig genau aus diesem Grund die Kleidung auszuwählen, die das Modell liebt und worin sie sich wohlfühlt. Jedoch sollte das Modell auch an die Outfits denken, die sie nicht so oft trägt. Wieso? Weil diese Outfits oft sehr unpraktisch für den Tag sind oder diese für einen speziellen Anlass oder einfach nur zum Ausgehen getragen werden.

Dunkel und Hell: Das Modell sollte noch etwas Dunkles und etwas Helles mitbringen. Es sollte wenigstens ein dunkles Outfit oder ein Oberteil mitgebracht werden, wie zum Beispiel Schwarz, Charcoal oder Navy. Aber auch ein helles Outfit, etwas weiches, aus dünnem Stoff und es kann sogar geschichtet sein. Immer im Hinterkopf behalten, dass ein helles Outfit nicht immer unbedingt weiss sein muss, zum Beispiel passt auch Nude oder Hellrosa.

Schuhe: Die Schuhe spiele ebenfall eine wichtige Rolle. Durch hohe Schuhe werden schöne, längere Beine gemacht und sie geben dir eine komplett andere Körperhaltung. Dabei sollten genügend Schuhe mitgebracht, wie Highheels, Pumps, Sneakers, Stiefel etc.

 

4. Fotoshooting Tipp: Achte auf die Hauttöne – sie entscheiden über die Qualität Deines Bildes!

Hauttöne – Qualität Deines Bildes

Die Hauttöne deiner abgebildeten Models hängen sehr stark vom Weissabgleich ab. Beim Weissabgleich interpretiert die Kamera die Wärme des vorhandenen Lichts und passt die Farben dementsprechend an. Fujifilm ist dafür bekannt, Kameras herzustellen, die mit hoher Wahrscheinlichkeit die Töne treffend interpretieren. Willst Du dennoch daran etwas ändern, kannst Du den Weissabgleich im Menü einfach anpassen

Möchtest Du in der Nachbearbeitung dafür sorgen, dass die Haut Deiner Models genauso wie im echten Leben aussieht? Fotografiere dazu nicht nur im JPEG-Format, sondern zusätzlich auch im RAW-Datenformat. Dieses speichert wesentlich mehr Informationen, und Du kannst intensiv Einfluss auf den Look Deines Bildes nehmen.

Nutze die richtigen Voreinstellungen

Wir bieten Dir in jeder Kamera gewisse Filmsimulationen, die Du in der Voreinstellung auswählen kannst. Entscheide Dich für eine Variante mit sanften Tönen und geringen Kontrasten, und Du kannst Dich mehr auf Deine Komposition konzentrieren.

5. Fotoshooting Tipp: Lass Dich inspirieren und schreib ein Konzept!

 Fotoshooting: Inspiration und Konzept

Jeder Fotograf hat seine eigene Arbeitsweise. Finde Deine, indem Du Dich von den Fotos Deiner Kollegen und Freunde inspirieren lässt. Genauso kannst Du im Internet nach Looks suchen, die Dir gefallen. Bei einem Fotoshooting kommt manchmal die Nervosität dazu. Hast Du Dir bereits im Vorhinein eine Liste mit Posen und Situationen angefertigt, die Du unbedingt ausprobieren möchtest, entgeht Dir beim Fotoshooting nichts Wichtiges. Du verlierst nicht den Faden und hast die Situation immer unter Kontrolle.

Erstell Dir ruhig kleine Spickzettel oder mach Dir Prints mit den passenden Posen für Deine Models. So kannst Du Deine Ideen viel effizienter erklären und kommst wesentlich schneller zu den gewünschten Ergebnissen. Während des Fotoshootings wirst Du ohnehin feststellen, dass vieles nicht so läuft, wie Du es Dir vielleicht zu Beginn ausgemalt hast. In einem solchen Fall kannst Du immer wieder einen Blick auf Deine hilfreichen Notizen werfen und den verlorenen Faden wiederfinden.

6. Fotoshooting Tipp: Sei gut vorbereitet!

Vorbereitung ist nicht nur in der Fotografie der Schlüssel zum Erfolg. Also nimm Dir Zeit und bereite Dich gewissenhaft auf das Fotoshooting vor. Zwar hat die digitale Fotografie manches erleichtert, dennoch gilt es auch hier, einige Dinge zu beachten und vor allem einzupacken:

  1. Sind Deine Akkus alle vollständig geladen?
  2. Hast Du die passenden Objektive in Deiner Kameratasche, und hast Du sie gründlich von Staub und Schmutz befreit?
  3. Bring Snacks und genug Getränke für Dich und Deine Models mit!
  4. Hast Du Deine Speicherkarten allesamt formatiert?
  5. Bring genügend Reinigungstücher und vielleicht einen Airblower mit, wenn Du in einer staubigen Gegend fotografieren möchtest.
  6. Überlege Dir vorher, ob Du Stative, Filter oder Reflektoren brauchen könntest.

7. Fotoshooting Tipp: Kenne Deine Location!

Die Location spielt eine wichtige Rolle

Bilder in einem verlassenen Steinbruch oder an einem idyllischen See – das klingt sehr ansprechend. Doch nicht immer ist der Zugang problemlos möglich. Oftmals müssen Genehmigungen eingeholt werden, und Privatgrund solltest Du ohnehin nicht einfach so betreten. Mache Dich also bereits im Vorhinein mit der Location und der Umgebung vertraut. Das mag vielleicht auf den ersten Blick zeitaufwendig klingen. Doch im Endeffekt erspart Dir diese kleine Vorarbeit viel Zeit und unter Umständen sogar viel Ärger.

Wann ist das Licht ideal?

Nicht nur der Standort ist wichtig, sondern auch die Tageszeit. Begutachte die Location genau und finde heraus, zu welchen Stunden das Licht am besten auf Dein Modell fällt. Du kannst dazu Apps oder Kartendienste nutzen und damit sehr genau feststellen, wann die Sonne am gewünschten Punkt steht. Kennst Du Dein Zeitfenster, dann kannst Du die zur Verfügung stehende Zeit ideal nutzen. Das bedeutet, dass Du mehr Bilder in kürzerer Zeit machen kannst.

8. Fotoshooting Tipp: Lege Dir einen Plan B zurecht!

Deine Models reisen speziell für das Fotoshooting an, oder Du musst selbst eine beachtliche Strecke zurücklegen? In diesem Fall ist ein Plan B wichtig. Das Wetter kann nicht kontrolliert werden, und immer kann plötzlich etwas Unvorhergesehenes passieren, das selbst die bestmögliche Planung durcheinanderbringt.

Die Lösung für dieses Problem ist, dass Du das Unvorhergesehene einfach mit einplanst. Wenn Du in der Hinterhand immer eine zweite Location hast, die vielleicht überdacht ist, dann kannst Du schnell auf schlechtes Wetter reagieren. Das Licht ist anders, als Du es Dir vorgestellt hast? Nutze einen Blitz, um für Dein eigenes Licht nach Deinen Vorstellungen zu sorgen.

Für unsere modernen Blitze von Fujifilm brauchst Du nicht viel Übung, um starke Ergebnisse damit erzielen zu können.Oftmals reicht sogar ein grosser Reflektor, um das Licht auf die gewünschte Art und Weise abändern zu können. Hast Du die entsprechenden Dinge parat, kann Dich kaum etwas überraschen, und Du bringst Deine Arbeit selbst unter widrigen Umständen zum gewünschten Erfolg.

9. Fotoshooting Tipp: Nutze die kreativen Möglichkeiten der digitalen Fotografie!

Noch nie war es leichter, Doppelbelichtungen oder Lichtmalereien herzustellen. Die digitale Fotografie hat vieles erleichtert, und der Umstand, dass Du das Ergebnis sofort sehen kannst, vereinfacht das Ganze nochmals erheblich. Baue die Möglichkeiten der Digitalfotografie mit Kameras von Fujifilm ganz bewusst in Deine Arbeit ein. Damit kannst Du Dich im Handumdrehen und effektiv von den Arbeiten Deiner Kollegen abheben.

Modifiziere das Licht nach Deinen Vorstellungen

Kontrollierst Du das Licht, dann hast Du in der Hand, wie Deine Fotos am Ende aussehen. Nutzt Du den Blitz, kannst Du farbige Gelfolien verwenden oder auf den zweiten Vorhang blitzen. Das sind alles Techniken, die Du innerhalb von Sekunden im Menü der X- und GFX-Serie einstellen kannst. Die Effekte und das Preis-Leistungs-Verhältnis dieser Kameras sind erstaunlich.

10. Fotoshooting Tipp: Sei spontan und höre auf Dein Bauchgefühl

Spontan sein

Der letzte Punkt in der Liste ist der wichtigste, wenn Du Deinen Bildern einen eigenen und unverkennbaren Look verleihen möchtest. In Deinen spontanen Fotos zeigt sich Deine künstlerische Ader. Es kann manchmal nicht schaden, wenn Du die Regeln ganz bewusst brichst. Nutze verrückte Blickwinkel und eine Brennweite, die vielleicht auf den ersten Blick gar nicht geeignet ist. Vielleicht funktioniert es, vielleicht auch nicht – die digitale Fotografie erlaubt es Dir, Dich auszuprobieren, und lässt Dich auf neue Dinge stossen.

Binde Deine Models ein!

Auf jedem Foto ist zu sehen, ob sich das Model wohlgefühlt hat oder nicht. Also achte ganz besonders auf eine gute und inspirierende Zusammenarbeit. Nimm die Ratschläge der fotografierten Personen ernst und hör Dir die Ideen an. Wenn Du das Fotoshooting wie ein gemeinsames Projekt angehst, wirst Du am Schluss selbst staunen, wie überraschend, anders und gut die Ergebnisse werden.

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