HIMALAYA – Eine Reise zum Dach der Welt mit der FUJIFILM X-T2

Niklas Eschenmoser

Niklas Eschenmoser ist ein 22-jähriger Schweizer Fotograf mit Wohnsitz in St.Gallen.

Seine Fotografie ist geprägt von stimmungsvollen und dynamischen Landschaften sowie von Bildern, die das Leben und Aktivitäten in der Natur dokumentieren.
Sein Ziel ist es, interessante Atmosphären an unberührten Orten der Natur fotografisch festzuhalten, um den BetrachterInnen neue Perspektiven der faszinierenden Bergwelt zu verschaffen und das Bewusstsein für die wertvolle Natur in unserer Gesellschaft zu stärken.

«Rotes Licht strahlte auf die riesigen Berge Mount Everest, Lhotse und Nuptse. Wir konnten unser Glück kaum fassen als wir auf 5300 Meter über einem unendlichen Nebelmeer standen und sich vor uns die höchsten Berge der Welt erhoben. »

16 Tage verbrachten wir zwischen den Giganten des Himalaya Gebirges. Während diesen Tagen erlebten wir eine atemberaubende Berglandschaft und körperliche Strapazen wie wir es noch nie erlebt haben. Gemeinsam mit zwei Freunden wanderte ich die Route nach Gokyo, über den Cho La Pass, nach Chukhung und anschliessend zurück nach Lukla.

Um meine Reise festzuhalten, verwendete ich meine drei Jahre alte FUJIFILM X-T2, welche immer noch bestens funktioniert und nach wie vor eine beeindruckende Bildqualität liefert.

Zusammen mit der FUJIFILM X-T20 als Backup-Kamera und den Fujinon Objektiven:

10-24mm F/4, 16mm F/1.4, 35mm F/2, 50mm F/2 und dem 55-200mm F/3.5-4.8 war ich bestens für die Reise ausgerüstet.

Der Trek begann auf breiten Wegen Richtung Namche Bazar, auf dem sich unzählige Yaks, Esel und Porter aufhielten, um die Infrastruktur für den Tourismus zu gewährleisten.

Es ist unglaublich wie schwere Lasten diese Menschen tragen können. Gewisse Porter haben bis zu 100kg auf dem Rücken. Mit grosser Neugier liefen wir den Weg entlang vieler kleinen Dörfer und einigen Hängebrücken immer tiefer in das Hochgebirge. Nach einem Zwischenstopp im Dorf Namche Bazar wanderten wir weiter auf staubigen Wegen ins Gokyo-Tal und verliessen langsam die Baumgrenze.


Hier erblickten wir zum Ersten Mal die mächtige Ama Dablam, welche wahrscheinlich einer der eindrucksvollsten Berge der Welt ist. Die Verhältnisse in den Unterkünften wurden einfacher und die Nächte kälter. In Dole kostete ein Doppelzimmer umgerechnet nur 80 Cent.



Der Weg führte entlang des Ngozumpa Gletschers immer weiter ins Tal. Mit 36km Länge ist dies der längste Gletscher im Himalaya. Durch die immer dünner werdende Luft und unseren schweren Rucksäcken, wurde das Wandern auf über 4000 Meter Höhe zu einer Herausforderung. Wir verspürten glücklicherweise keine Anzeichen der Höhenkrankheit und kamen am 5. Tag bei einem magischen Sonnenuntergang bereits in Gokyo auf 4800 Meter an.



Zur weiteren Akklimatisation entschieden wir uns drei Tage in Gokyo zu bleiben und von hier aus Tagestouren zu unternehmen.
Trotz der mittlerweile leichten Kopfschmerzen beschlossen wir den 5417m hohen Renjo La Pass zu besteigen, wo wir mit einer grandiosen Sicht auf die höchsten Gipfel der Khumbu-Region belohnt wurden.



Der 5553 Meter hohe Ngozumpa Tse ist ein selten begangener Gipfel am Ende des Tals. Schleichend kämpften wir uns am Folgetag bei anspruchsvollem Gelände den Berg hoch. Das Gefühl, auf dem Gipfel zu stehen, war überwältigend und emotional. Wir waren umgeben von unzähligen 7000 und 8000 Meter hohen Bergen in einer der spektakulärsten Bergwelten der Erde.



Aufgrund ansteigender Kopfschmerzen und leichtem Schwindel mussten wir 200 Höhenmeter absteigen und warteten trotz grosser Ungewissheit auf das erhoffte Sonnenuntergangslicht. Lange waren wir umhüllt von dickem Nebel, doch plötzlich bemerkten wir, dass wenige Meter über uns die Nebelschicht dünner wurde. Wir rannten die 20 Meter hoch, was sich auf dieser Höhe anfühlte, als würde mein Körper explodieren.

Wir konnten unser Glück kaum fassen als wir über einem unendlichen Nebelmeer standen und sich vor uns die höchsten Berge der Welt erhoben.
Das letzte Licht strahlte in glühendem Rot auf die riesigen Berge Mount Everest, Lhotse und Nuptse. Dank dem hohen Brennweitenbereich und dem guten Bildstabilisator des Fujinon 55-200mm Objektiv, konnte ich die folgenden Bilder aus der Hand aufnehmen.



Der Moment dauerte nur wenige Minuten an und ich fühlte mich unglaublich privilegiert und dankbar, so etwas einzigartiges erleben zu dürfen.
Das glühende Licht auf den Bergspitzen dauerte noch lange an, als wir den mehrstündigen Rückweg im Dunkeln angingen.

Unsere Zeit im Gokyo-Tal ging zu Ende, doch bevor wir diese wahnsinnige Gegend verliessen, wollten wir den Gipfel Gokyo Ri mit 5357 Meter besteigen. Kurz bevor die Sonne ihr erstes Licht über die Bergkuppe geworfen hat, erreichten wir den Gipfel. Die Gebetsfahnen wehten im Wind und das Morgenlicht verzauberte die Landschaft in ein türkises Paradies.



Wir setzten unseren Weg fort über den Ngozumpa Gletscher zum Dorf Dragnag, von wo wir am nächsten Tag starteten, um unseren Weg über den 5420 Meter hohen Cho La Pass fortzusetzen. Auf dem Pass war erstaunlich viel los. Unzählige Reisegruppen und Porter, schauten uns erstaunt an, da wir unser Gepäck selber trugen. Die Weite an diesem klaren Tag war sehr eindrücklich und weckte unsere Vorfreude, die Gegend, welche vor uns lag, bald aus geringerer Distanz zu erkunden.



In Lobuche erlitt ich eine Magenverstimmung, was die weiteren Tage in Chukhung sehr unangenehm gestaltete. Ich war enttäuscht, dass sich vor der Türe eine wahnsinnige Bergwelt befindet, mir aber die Kraft fehlte, um die geplanten Unternehmungen zu realisieren.



Trotz dem gesundheitlichen Tiefpunkt gelang es mir einen atemberaubenden Sonnenuntergang oberhalb von Chukhung zu fotografieren. Von diesem Aussichtspunkt erlangte ich eine gute Aussicht auf die massive Eiswand mit dem Ama Dablam.



Nach mehr als zwei Wochen im Himalaya war unsere Zeit in den hohen Bergen vorbei und ich sah auf eine abenteuerliche und unvergessliche Zeit mit Hoch- und Tiefpunkten zurück.

Die gewaltige Landschaft, gespitzt von unzähligen Gipfeln, die mit ihren steilen Flanken aus dem Boden ragen, hat meine Vorstellungskraft übertroffen. Die wertvolle Zeit, welche ich mit meinen Freunden Adrian und Ramona verbringen durfte und die zuvorkommende und spannende nepalesische Kultur, waren eine Bereicherung. Die vielen Sonnenauf- und untergänge, bei denen das Glühen auf den 8000ern fast nicht aufhören wollte waren einzigartig. So einzigartig, dass ich den Drang verspüre, wieder zu kommen.


 

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