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Wildcamping

Ich starre in meinen Computer. Neben mir stapeln sich die Aufträge. Mein Kopf brummt und ich verspüre das Gefühl von Fernweh. Doch der Blick auf die Risikoländer-Liste löst ein unbehagliches Gefühl in mir aus. Klar ist: «Ich brauche einen Kurztrip». Aber wie ist es möglich, Urlaubsgefühle aufkommen zu lassen und Distanz vom Alltag zu gewinnen, ohne weit wegzugehen?


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Meine Antwort lautet «Wildcamping». Für mich ist klar: Damit man einen Moment lang aus seiner Routine ausbrechen kann, muss man Dinge anders machen. Und wo gelingt das besser, als wenn man versucht in der Natur zu leben?


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Ich rufe meine Freundin Sabrina an, hole das Campingmaterial aus dem Keller, packe Speicherkarte und Zusatz Akku für die FUJIFILMS X-E3 und fahre am nächsten Tag in meine Heimat, Richtung Schwyz. Mit Rucksäcken beladen, machen wir uns an den Aufstieg zu meinem Kindheitslieblingsplatz – weg von der Zivilisation, umringt von Bergen, Natur, Vogelgezwitscher und Kuhgebimmel. Die 340g der Kamera fallen kaum ins Gewicht. Angekommen an unserem Ziel sind wir erst einmal eingenommen von der atemberaubenden Aussicht, welche wir uns erklommen haben.


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Die fotografischen Highlights waren die Abend- und die Morgenstunden: Zu beobachten, wie die Schatten wandern, wie sich die Farben verändern und dabei die Filmsimulationen der Kamera auszuprobieren. Dieses Schauspiel der Natur, zusammen mit einer guten Freundin bei einem Glas Wein – was will man noch mehr?


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Falls du auch mal weg musst: Schnapp dir dein Zelt, deine Kamera und deine Freundin. Brich aus der Routine aus und schenke deine Aufmerksamkeit bewusst den Dingen, die im Alltag nebenbei geschehen. Schätze das, was du sonst als selbstverständlich nimmst und halte es in deinen Bildern fest.

Guten Trip!


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Wildcamping in der Schweiz

Die Regelung, ob das Campen erlaubt ist, erfolgt kantonal oder auf Gemeindeebene.

Respektiere die Natur, sei rücksichtsvoll gegenüber den Wildtieren und vermeide Lärm.

Hinterlasse den Ort, wie du ihn vorgefunden hast und nimm deinen Abfall mit.

Text & Fotos: Nadja Putschert, umgesetzt mit der FUJIFILMS X-E3

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