Timelaps – so erstellen Sie Ihr eigenes Zeitraffer-Video

 

Timelaps- oder Zeitraffer-Videos sind zusammengefügt aus einzelnen Bildern, die schnell hintereinander abgespielt werden. Statt zu filmen, schiessen Sie für einen Timelap in regelmässigen Abständen Fotos und fügen diese mit einer Software zusammen.

Welche Szenen eignen sich für Timelaps?

Mit einem Timelap wird die Veränderung eines Motives über einen bestimmten Zeitraum dargestellt. So kann zum Beispiel ein Sonnenuntergang, ein belebter Stadtplatz mit vielen Passanten oder die Öffnung einer Blüte im Zeitraffer dargestellt werden. Grundsätzlich können die Aufnahmen mit jeder Kamera erstellt werden. Praktisch sind Kameras, die eine Timer-Funktion besitzen, es gibt jedoch auch externe Auslöser mit Timer-Funktion.

Systemkamera oder digitale Spiegelreflexkamera?

Beide Kameratypen sind für die Aufnahme eines Timelaps gut geeignet, da sie umfangreiche Einstellungsmöglichkeiten bieten. Für eine Systemkamera benötigen Sie einen externen Auslöser mit Timer, digitale Spiegelreflexkameras besitzen meist einen eingebauten Timer. Auch viele Smart- und iPhones sind mittlerweile so konzipiert, dass sie den Effekt mithilfe spezieller Apps gut einfangen können.

Der richtige Standort für perfekte Aufnahmen

Bewegungen in der Nähe der Kamera wirken sich im Bild stärker aus als Bewegungen, die aus weiterer Entfernung aufgenommen werden. Darum sollte zwischen den beweglichen Motiven und der Kamera ein gewisser Abstand herrschen. Fotografieren Sie zum Beispiel einen zentralen Platz einer Stadt auf dem sich viele Personen bewegen, sollten diese nicht direkt an der Kamera vorbeilaufen. Denn eine Person, die nah an der Kamera vorbeiläuft, ist bei einem eingestellten Intervall von zehn Sekunden unter Umständen gar nicht im Bild zu sehen. Personen in einiger Entfernung sind länger zu sehen, dies haucht dem fertigen Film durch schrittweise, kleine Veränderungen Leben ein. Eine automatische Belichtung der einzelnen Aufnahmen  wird erforderlich, wenn Sie eine Bilderreihe mit veränderten Lichtverhältnissen, zum Beispiel vom Tag zur Nacht, aufnehmen möchten. Auch in diesem Fall sollten im Vordergrund keine Autos durchs Bild fahren oder Passanten vor die Kamera laufen. Denn hierbei können grosse Abweichungen in der Belichtung erfolgen, die später schwer bis gar nicht zu korrigieren sind.

Die richtige Einstellung der Kamera

Wenn Sie Ihre Aufnahmen nur am Tag machen und sich die Lichtverhältnisse nicht wesentlich verändern, reicht eine vorab festgelegte Einstellung vollkommen aus. Eine Bilderserie hingegen, die mit veränderten Lichtverhältnissen arbeitet und zum Beispiel den Übertritt von Tag zu Nacht dokumentiert, sollte mit einer automatischen Belichtung aufgenommen werden. Verwenden Sie bei Ihrer Kamera den Modus „Blendenpriorität“, damit die Blendeneinstellung – und damit die Tiefenschärfe – gleich bleibt. Die Kamera stellt automatisch die passende Belichtungszeit zur gewählten Blende ein. Damit die Fokuseben über die ganze Bilderserie gleich bleibt, sollte vor der ersten Aufnahme manuell fokussiert und diese Einstellung dann nicht mehr verändert werden.

Die Länge der Intervalle für Timelaps-Aufnahmen

Wichtig für gelungene Zeitraffer-Aufnahmen ist die passende Intervall-Länge zwischen den einzelnen Bildern. Diese hängt von Ihrer Szene ab, möglich wären:

  • Platz mit Passanten, ein Foto alle 1 – 5 Sekunden
  • Sonnenunter oder -aufgang, ein Foto alle 5 – 15 Sekunden
  • Wolken, die am Himmel vorüberziehen, ein Foto alle 5 – 15 Sekunden
  • Blumen, bei denen Knospen oder Blüten aufgehen, ein Foto alle 30 – 60 Sekunden
  • Bei einem längeren Projekt, wie beispielsweise einem Hausbau oder Jahreszeitenwechsel, können Sie ein Foto pro Stunde bis zu einem Bild pro Tag machen.

Für eine flüssige Wiedergabe des Timelaps werden mindestens 24 Bilder pro Sekunde Wiedergabezeit benötigt. Daher brauchen Sie für einen kurzen Film von fünf Sekunden bereits 120 Bilder. Gestaltet sich eine Aufnahmeserie über einen längeren Zeitraum, sollten sie auch daran denken, Strom zu sparen und alle Funktionen, die nicht für das Projekt benötigt werden, abzuschalten.

Einzelaufnahmen zu eine fertigen Timelaps-Video zusammenfügen

Um aus den Einzelbildern ein Zeitraffer-Video zu erzeugen, wird eine spezielle Timelaps-Software benötig. Diese finden Sie im Internet zum Herunterladen – viele sogar gratis.

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28.07.2017