Fotografieren mit Blitz – Rote Augen

Da haben Sie schöne Erinnerungsfotos von Ihren Liebsten oder Freunden machen wollen, und dann sind sie doch wieder zu sehen: die roten Augen. Diese entstehen beim Fotografieren mit dem Blitz, sind aber durchaus vermeidbar. Wie genau diese roten Augen entstehen und wie Sie es schaffen, diesen Effekt trotz des Blitzes zu vermeiden, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Wie entstehen diese roten Augen auf Fotos?

Dieser Effekt tritt meist beim Fotografieren in dunklen Räumen oder bei schwachem Licht auf, denn dabei kommt in der Regel der Blitz zum Einsatz. Bei solchen Lichtverhältnissen sind die Pupillen der Fotografierten weit geöffnet, um möglichst viel Licht reinzulassen. Dadurch gelangt das grelle Licht des Blitzes bis auf die Netzhaut und wird von dieser reflektiert. Da die Netzhaut stark durchblutet ist, erscheint dieser Lichtpunkt rot.
Daher haben die Personen auch niemals rote Augen, wenn Sie diese draussen, bei strahlendem Sonnenschein fotografieren. Bei viel Umgebungslicht sind die Pupillen normal geschlossen und Sie verwenden in der Regel auch keinen Blitz.

Haben die Personen auf Ihren Bildern rote Augen, hilft nur die Fotobearbeitung im Nachhinein, was aber meist auch deren Ausdruck verändert. Besser ist es, die Roten Augen gar nicht erst entstehen zu lassen.

Rote Augen vermeiden …

… dank der richtigen Tageszeit

Fotografieren Sie am besten am Tag in der Wohnung und achten Sie darauf, dass die Person möglichst nah an einem hellen Fenster steht.

Ist es jedoch schon dunkel draussen oder einfach nicht hell genug im Zimmer, dann sollten Sie weitere Vorkehrungen treffen, um den Effekt der roten Augen zu vermeiden. Welche das sind, erfahren Sie in den nächsten Abschnitten.

… durch zusätzliche Lichtquellen

Stellen Sie zusätzlich verschiedene Lichtquellen im Zimmer auf, damit es möglichst hell um die zu fotografierende Person wird. Dies ist wichtig, damit die Pupillen zum Zeitpunkt der Aufnahme nicht geweitet sind.

… mit dem „Rote-Augen-Reduktion-Modus“

Die meisten neuen Digitalkameras besitzen einen „rote Augen Reduktions-Modus“. Nutzen Sie ihn!

Ist dieser eingestellt, dann schickt die Kamera dem eigentlichen Blitzlicht mehrere Blitze voraus, wodurch sich die geweiteten Pupillen schliessen.

Denken Sie jedoch beim Einsatz des Rote-Augen-Modus daran, dass der erste Blitz noch nicht bedeutet, dass ein Foto aufgenommen wurde, dies geschieht erst Sekunden später. Halten Sie deshalb die Kamera so lange wie möglich still und halten Sie auch die Personen, die Sie aufnehmen möchten dazu an, sich nicht zu früh zu bewegen. Leider ist dieser Modus keine Garantie dafür, dass die roten Augen wirklich vermieden werden können.

… durch einen Aufsteckblitz

Die Netzhaut reflektiert das Blitzlicht zur Kamera, da es genau aus der Richtung der Kamera kommt. Verändern Sie also den Winkel, in welchem das Licht auf die zu fotografierende Person trifft, wird es von deren Netzhaut an der Kamera vorbei reflektiert.

Dies gelingt am besten, wenn Sie einen externen, meist beweglichen Blitz einsetzen. Die aufgesteckten Blitzgeräte sind meist bereits höher angebracht als die Augen des Modells, sodass das Blitzlicht über den Kopf hinweg verläuft. Mit einem Verbindungskabel von der Kamera zum Blitz kann dieser sogar losgelöst von der Kamera positioniert und so das Blitzlicht an den Augen vorbei geleitet werden.

… durch an der Kamera vorbei schauen

Müssen Sie in einem dunklen Raum fotografieren und haben nicht die Möglichkeit, ein externes Blitzgerät zu verwenden, dann lassen Sie die Personen nicht direkt in die Kamera, sondern daran vorbei schauen. Dabei hilft es, wenn der Kopf leicht zur Seite gedreht ist. Das Blitzlicht gelangt so nicht gerade sondern in einem Winkel auf die Netzhaut und wird nicht direkt wieder zur Kamera zurück reflektiert und rote Augen sind kein Thema mehr.

Haben die Personen auf Ihren Fotos trotz aller Vorkehrungen rote Augen, hilft hier im Anschluss wieder nur die Fotobearbeitung.

Eine Übersicht praktischer Bearbeitungsprogramme finden Sie im Artikel “Bildbearbeitung – Programme in der Übersicht“

Weitere Tipps zum Thema finden Sie im Artikel „Fotografieren mit Blitz“

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30.03.2017