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Professioneller Scan
Wissenswertes

Analoge Bilder digitalisieren und korrigieren

Wie alt ist das erste Foto von Ihnen? Wenn Sie vor dem Jahr 2000 das Licht der Welt erblickt haben, wurde dieses mit höchster Wahrscheinlichkeit noch auf einer analogen Kamera geschossen, entwickelt und bestimmt liebevoll irgendwo eingeklebt. Während heute die meisten Fotos gleich auf einer Festplatte landen, sind alte Fotos eher rar- und vor allem einmalig! So lassen sich diese ins digitale Zeitalter retten und mit wenig Aufwand optimieren.

Fotos scannen, aber richtig

 

Um Bilder zu digitalisieren müssen diese gescannt, sprich eingelesen werden. Bevor Sie sich ans eigentliche Scannen machen, empfiehlt es sich, die Fotos mit einem feinen, trockenen Tuch von Staub und Fingerabdrücken zu befreien.

 

Wie bei der Wahl der Digitalkamera stellt sich immer wieder die Frage nach der Pixelzahl bzw. Auflösung des Scanners. Für einen einfachen Scan eines Fotos sind Sie mit 300 dpi (Bildpunkte pro Zoll) bereits ordentlich bedient. Dies geht schnell und spart mit rund einem Megabyte pro Bild Platz auf Ihrem Rechner. Ein handelsüblicher Scanner, der für die Erfassung von Fotoprints und sogar Negativen oder Dias taugt, ist bereits für rund CHF 150 erhältlich

Wer etwas mehr aus dem Bild herausholen oder dieses vergrössern will, scannt mit 400 oder 600 dpi. Ein Scan eines 10x15cm-Fotos entspricht dann der Auflösung einer 8 Megapixel-Digitalkamera und kann als JPG bereits mehrere Megabyte an Platz verschlingen. Für einzelne Bilder, die Sie stark vergrössert ausgeben möchten, bietet sich natürlich an, die volle Auflösung (1’200 dpi oder höher) des Scanners zu nutzen. Aber Vorsicht: Diese Dateien können je nach Vorlage riesig werden und bringen die meisten (heutigen) Rechner an Ihre Leistungsgrenzen.

 

Gut geeignet sind Auflösungen von 2'400 dpi oder mehr für die Digitalisierung von Dias und Negativstreifen - vorausgesetzt der Scanner verfügt über eine passende Durchlichteinheit.

Staub, Kratzer und Farbstiche

 

Der Zahn der Zeit geht an kaum einem Foto oder Film spurlos vorbei. Je besser der Scan, umso besser kommen auch Verunreinigungen oder Kratzer zum Vorschein. Je nach Qualität des Papiers und Lagerung verliert auch das schönste Foto über Jahre oder gar Jahrzehnte die ursprüngliche Farbe. Jetzt ist genau der richtige Zeitpunkt, diese Erinnerungen einzulesen und zu retten - und dies mit einfachen Mitteln.

Einfach zu bedienende Foto-Editoren

 

Picasa Google (kostenloser Download) - Mit Picasa stellt Google eine relativ einfach zu bedienende und intelligente Fotomanagement-Software kostenlos zur Verfügung. In der nachfolgenden Galerie finden Sie eine Auswahl der wichtigsten Werkzeuge und was diese bewirken können.

Adobe Photoshop Elements (weitere Informationen) - Wem die Funktionen von Picasa oder anderen kostenlosen Tools nicht ausreichen, dem legen wir den „kleinen“ Photoshop von Adobe ans Herz. Sie finden darin eine Vielzahl von Funktionen für die Retusche Ihrer Fotos. Einige Beispiele finden Sie hier.

Eine Auswahl guter Video-Anleitungen zum Thema finden Sie auch hier auf Youtube

Original oder Restauration?

Wie stark Sie Ihre vielleicht schon antik anmutenden Fotos retuschieren und restaurieren wollen, ist Ihnen überlassen. Manchmal machen genau diese kleinen Fehler und die Patina den Charme eines alten Fotos aus - ob am Bildschirm oder als frisch gedrucktes Bild. Legen Sie also immer eine unbearbeitete Version des Original-Scans zur Seite. So können Sie auch später noch darauf zugreifen, dieses frisch restaurieren, einen anderen Zuschnitt wählen oder das Bild möglichst Originalgetreu betrachten.

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