Mondfinsternis und Blutmond fotografieren

Mondfinsternis und Blutmond fotografieren – so gelingen die Fotos garantiert! Das Spektakel mit dem orange-rot leuchtenden Vollmond, die sogenannte Kernschattenfinsternis, gibt es nur sehr selten – Grund genug also, dieses auch festzuhalten. Dabei muss jedoch auf das eine oder andere geachtet werden. Mit diesen „Quick-Tipps“ gelingen die Bilder aber garantiert.

Was ist ein Blutmond?

Der Blutmond ist eine Form einer Mondfinsternis. Befindet sich der Mond während der Finsternis vollständig im sogenannten Kernschatten der Erde, so handelt es sich um eine totale Kernschattenfinsternis (auch totale Mondfinsternis genannt). Durch die Erdatmosphäre werden dabei vor allem rote Anteile des Sonnenlichts in den Schattenkegel hinein gebrochen. Dabei bleibt der Mond im Kernschatten der Erde in orange-roter Farbe noch schwach sichtbar.

Blutmond / Mondfinsternis fotografieren

Will man den Blutmond oder aber die Mondfinsternis im Allgemeinen festhalten, so möchte man diesen meist möglichst nahe heran holen und vor allem scharf abbilden können. Mit diesen Grundlagen gelingt Ihnen dies:

Ausrüstung

Objektiv

Je nach dem, was Sie gerne auf der Aufnahme haben möchten und wie weit der Mond entfernt ist, benötigen Sie eine mehr oder weniger lange Brennweite. In jedem Fall jedoch ein Teleobjektiv.

Falls Sie noch „Umgebung“ oder andere „Statisten“ wie z. B. ein Kirchenturm, ein Baum o. ä. auf dem Bild haben möchten, so genügt bereits eine Brennweite ab 200 mm (KB).

Falls Sie jedoch nur den Blutmond auf dem Bild haben möchten, benötigen Sie eine längere Brennweite. Je weiter weg der Mond sich befindet, sprich je „kleiner“ der Mond erscheint, desto länger muss die Brennweite sein.

Stativ

Ein Stativ ist unabdingbar!

Kameraeinstellungen

Bei den Kameraeinstellungen muss eventuell ein wenig experimentiert werden. Diese sind auch abhängig davon, wie hell der Mond ist und welche Brennweite man wählt. Machen Sie also bereits vor der kompletten Kernschattenfinsternis ein paar Tests, wobei zu beachten gilt, dass die Leuchtkraft des Blutmondes geringer ist. Folgende Werte können als Grundlage genommen werden:

Verschlusszeit

Als Faustregel gilt: nicht länger als 1 Sekunde / 10% der Brennweite z. B. bei 200 mm Brennweite à 1/20s.

ISO

Mind. 800, je nach Belichtungszeit erhöhen.

Blende

So weit offen wie möglich (kleine Blendenzahl).

Fokus

Spiegellose Systemkameras: manuell mit Fokus-Peaking, Prüfen und Anpassen des Schärfenbereichs in der Vergrösserung.

Spiegelreflexkameras: manuell auf „unendlich“.

Aufnahmeposition

Begeben Sie sich am besten in eine erhöhte Lage mit möglichst wenig Umgebungslicht. Falls Sie noch „Statisten“ im Bild haben wollen, so suchen und planen Sie die Position bereits lange genug im Voraus. Begeben Sie sich ev. schon vorher einmal an den oder die geplanten Ort(e), um festzustellen, ob sich diese denn auch wirklich eignen.

Weitere Tipps zur Nachtfotografie finden Sie in diesen Artikeln.

 

Fotos: Marcel Weber, FUJIFILM Switzerland AG

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27.07.2018

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