Mehr Spannung im Bild

Richtig gute Fotos haben in der Regel nichts mit der Qualität einer Kamera, sondern mit der Gestaltung der Aufnahme zu tun. Grundsätze der Bildkomposition wurden schon in der klassischen Malerei definiert und immer weiterentwickelt. Im Internet finden sich Dutzende solcher Regeln. Wir zeigen Ihnen fünf Beispiele, mit denen Ihre Fotos ungeachtet der verwendeten Kamera deutlich ansprechender werden können.

Aufteilung in Drittel

Die Drittelsregel ist eine vereinfachte Form des goldenen Schnitts und beruht auf der horizontalen und vertikalen Aufteilung des Bildes in Drittel.

Bei vielen Kameras lassen sich diese Linien sogar einblenden. Wichtige Bildelementewerden somit auf die Drittelslinien und/oder deren Kreuzungspunkte ausgerichtet.

Mehr zum Thema Drittels-Regel finden Sie in diesem Artikel.

Führende Linien

Linien helfen dem Betrachter, sich im Bild zu orientieren. Diese müssen nicht immer gerade sein. Linien können auch nur angedeutet werden, z. B. durch eine Reihe gleichartiger Objekte.

Mehr zum Thema Bilddiagonalen und Führende Linien finden Sie in diesem Artikel.

Vordergrund und Tiefe

Durch einen klaren Bildaufbau bzw. das Hinzufügen eines Vordergrund-Elements erhält ein Bild Tiefe, was vor allem mit Weitwinkelobjektiven sehr gut funktioniert.

Durch die Kombination mit der Drittelsregel wird die Wirkung verstärkt. Beachten Sie hierbei auch den Artikel zur hyperfokalen Distanz.

Den Artikel über die Hyperfokale Distanz finden Sie hier.

Kontraste

Ein mit dem Hauptmotiv kontrastierender Hintergrund lässt dieses stärker hervortreten. Kontraste lassen sich über die Helligkeit oder mit Farben erzeugen, wobei Komplementärfarben tolle Effekte erzielen.

Aber auch inhaltliche Kontraste verstärken die Bildwirkung (heiss / kalt, alt /neu, leer/ voll etc.). 

Motiv freistellen

Durch das Öffnen der Blende verringert sich die Schärfentiefe. D.h. der scharfe Bereich des Bildes ist kürzer. Damit hebt sich das Bildmotiv stärker vom unscharfen Hintergrund ab. Objektive mit hoher Lichtstärke erlauben dies besonders gut. 

Mehr zum Thema Schärfentiefe finden Sie in diesen Artikeln.

Bis auf die letzte Regel lassen sich alle anderen auch mit Smartphones anwenden. Selbst ohne Kamera kann man das Auge durch konsequentes Beobachten der Umgebung schulen und die bewusste Bildkomposition wird damit schnell zur Selbstverständlichkeit.

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13.10.2017

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