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Rezeptsammlung - alternative Zutatenliste
Kreative Ideen

Ihre Rezeptsammlung als Fotobuch

Haben Sie auch eine Rezeptsammlung zu Hause? Womöglich besteht diese einfach aus einem ungeordneten Haufen Notizzettel, Kopien aus Kochbüchern und Internet-Ausdrucke. Wenn man nun ein bestimmtes Rezept sucht, ist die Chance, es wiederzufinden, eher gering. Mit einem richtigen Kochbuch hätte man dieses Problem nicht mehr. Nehmen Sie doch all diese losen Rezepte und packen Sie sie in Ihr eigenes, ganz persönliches Rezeptbuch.

1. Die Rezeptsammlung

Wenn Sie nun bereits eine Sammlung an Rezepten haben, können Sie diesen Schritt überspringen und gleich beim Punkt 2 weiterlesen.

Sie Haben noch keine Rezeptsammlung? Womöglich haben Sie Ihre Leidenschaft fürs Kochen ja gerade erst entdeckt, oder vielleicht halten Sie sich lieber an bestehende Kochbücher, wollen aber für einen kochbegeisterten Freund ein ganz persönliches Geschenk kreieren?

Im Internet wird man in den Suchmaschinen wie Google undBing oder auf einer der unzähligen Austauschplattformen und Foren schnell fündig …
Stattdessen können Sie aber auch versuchen, Rezepte zu finden, die Sie mit freudigen Ereignissen oder geliebten Menschen verbinden. Die Rezepte Ihrer Hochzeitsfeier zum Beispiel, Rezepte von Speisen aus Ihren Ferien in fernen Ländern (oder gleich um die Ecke) oder welche von Freunden und Bekannten, an die Sie dann beim Nachkochen denken können …

Oder fragen Sie doch

  • Ihre Freunde, ob sie Ihnen ihre Lieblingsrezepte aufschreiben.
  • an der Grillparty vom Nachbarn nach den Rezepten der verschiedenen Salate.
  • Ihre Eltern nach deren ganz speziellen Rezepten, die sie noch aus Ihrer Kindheit kennen.
  • auf Ihrer China-Reise den Koch am Strassenrand, welche Gewürze, Öle und Gemüse er verwendet.

Solche Rezepte haben eine Geschichte, sind mit Ihnen verbunden und machen so Ihr Kochbuch lebendig und einzigartig.

2. Das Thema

Das Buchthema sollte von Ihrer Rezeptsammlung oder dem Verwendungszweck Ihres Kochbuches bestimmt werden. Ansonsten sind der Fantasie hier keine Grenzen gesetzt. Ob Sie nun für sich selbst oder als Geschenk für einen Freund ein Kochbuch erstellen möchten - Es sollte sich auf jeden Fall von Kochbüchern, die man kaufen kann, unterscheiden und eine persönliche Note tragen.

Hier ein paar Ideen:

  • „Lieblingsrezepte meiner Freunde“
  • „Erlebnisse und Rezepte meiner Indienreise“
  • „Futtern wie bei Muttern“
  • "Unsere WG-Rezepte"
  • "Mein Schrebergarten – ein Schlaraffenland!"
  • "Rezepte aus meiner Heimat"
  • "Backen mit meinen zwei Kiddies"

3. Die Struktur

Auch wenn Sie ein Kochbuch selber machen, braucht es einen nachvollziehbaren Aufbau, sonst finden Sie beim Kochen nicht, wonach Sie suchen und verlieren den Spass daran.

Ein kulinarisches Reisebuch lässt sich zum Beispiel nach Etappen oder besuchten Orten strukturieren, ein Grillbuch nach Fleischsorten oder eine Dessert-Zusammenstellung nach Art der Nachspeisen.

  • Die wohl gängigste Art der Strukturierung:  nach Art der Gerichte
    Häppchen, Salate, Suppen, Grilladen, Aufläufe, Eintöpfe, Kuchen, …
  • Auch beliebt ist die Ordnung nach Gängen
    Kalte Vorspeisen, warme Vorspeisen, Hauptgerichte, Desserts

4. Die Fotos

Wie fad wäre doch ein Kochbuch ohne ansprechende Bilder? Bevor Sie mit der Buchgestaltung loslegen, sollten Sie sämtliches Bildmaterial zusammen haben.

  • Wenn Sie von Rezepten aus anderen Kochbüchern ausgehen, können Sie die Bilder daraus einscannen.
  • Haben Sie vor, einen kulinarischen Reisebericht zu schreiben, sollten Sie es nicht versäumen, stimmungsvolle Fotos von Gerichten, Leuten und Landschaft zu schiessen.
  • Auch können Sie Bilder im Internet suchen. Hier müssen Sie jedoch beachten, dass die Auflösung genügend hoch ist.

Am besten werden Sie gleich selbst zum Food-Fotografen. Um sicher zu gehen, dass ein Rezept für Ihr persönliches Kochbuch würdig ist, sollten Sie es ohnehin nachkochen. Halten Sie sich beim Ablichten an folgende 5 Grundregeln, entstehen bestimmt grossartige Fotos, die jeden zum Nachkochen anspornen. Zudem empfehlen wir Ihnen, sich schon während des Fotografierens Gedanken zur Buchgestaltung zu machen …

  1. Schön herrichten
    Schlichte Unterlagen sowie thematisch passende Gegenstände,  zum Beispiel einzelne Zutaten, machen das Bild lebendig und können die Bildaussage unterstützen. Hier ist weniger oft mehr.
  2. Nah und fern – Der Bildausschnitt
    Beachten Sie  einfache Regeln wie zum Beispiel den  „Goldenen Schnitt“. Mit einem grösseren Bildausschnitt lässt sich Tiefe erzeugen und kleine Fehler fallen weniger auf. Auch Detail- bis hin zu Makroaufnahmen (Siehe Beitrag Einführung in die Makrofotografie) können sehr spannend sein.
  3.  Licht, aber natürlich
    Nutzen Sie, wenn immer möglich, das vorhandene Tageslicht. Bei zusätzlichen Lichtquellen beachten Sie die Weissabgleichs-Einstellungen Ihrer Kamera.
  4. Aufnahmewinkel
    Bilder direkt von oben wirken oft flach und einfallslos. Der Aufnahmewinkel ist von Ihrem Sujet abhängig, es empfiehlt sich jedoch eine leichte Aufsicht.
  5. Nachbearbeitung
    Mit dem Korrigieren von Sättigung und Kontrast können Sie Ihren Bildern den letzten Schliff verleihen.

 

>> Mehr zum Thema Food-Photographie finden sie in diesem Artikel

 

5. Buchgestaltung und Layout

Haben Sie all Ihre Rezepte und Bilder zusammen, können Sie nun Ihr Kochbuch selbst gestalten. Generell zum Thema Fotobuch-Gestaltung finden Sie im Artikel Goldene Regeln für noch bessere Fotobücher viele hilfreiche Tipps und kreative Anregungen, die Sie auch auf Ihr Kochbuch anwenden können.

Setzen Sie Ihr zuvor angedachtes Thema auch optisch um. Generell empfiehlt es sich, einen Seitenraster zu bestimmen und diesen konsequent im gesamten Buch anzuwenden. Es soll nicht jede Seite genau gleich aussehen, jedoch ein einheitlicher Gesamteindruck entstehen.

Viele Kochbuch-Layouts bestehen ganz simpel aus Rezept und Bild, je auf einer Seite. Ergänzt mit einigen Gestaltungselementen, wird es auch so ganz schnell zu Ihrem ganz persönlichen Kochbuch.


Hierzu einige Vorschläge:

  • Scannen Sie eine handgeschriebene Zutatenliste ein und verwenden Sie in der Gestaltungssoftware die Foto-Ecken, die wie Klebestreifen aussehen – das verleiht Ihrem Kochbuch einen spontan wirkenden, „handgemachten“ und persönlichen Charakter. Gehen Sie mit solchen Spezial-Effekten jedoch sparsam um, diese sollen ja Ihren Köstlichkeiten nicht die Show stehlen.
  • Stellen Sie vor dem Kochen alle Zutaten portioniert bereit. Ein Foto davon ist eine prima Alternative zu einer simplen Auflistung und mit dieser Vorbereitung geht einem das Kochen erst noch schneller von der Hand.
  • Sie können auch die von Hand geschriebenen Rezepte Ihrer Freunde einscannen und als Bild einfügen anstatt eine Computerschrift zu verwenden. Kombinieren Sie dazu noch Fotos mit Ihren Freunden drauf, dann wird es noch persönlicher.

Bei einem Kochbuch darf das Inhaltsverzeichnis mit Angabe der entsprechenden Seitenzahlen auf keinen Fall fehlen. Dieses können Sie gestalten wie Sie wollen, Hauptsache, man findet sich schnell zu Recht in Ihrem Kochbuch.

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