Tipps für professionelle Fotobuch-Layouts – Gestaltungsraster

Oft wirken selbst gestaltete Fotobücher nicht so gut wie Bildbände, die es in Läden zu kaufen gibt. Doch woran liegt das? Mit unseren einfachen Tricks sehen auch Ihre Fotobücher bald aus wie vom Profi.

Das A und O in der Fotobuchgestaltung sind Einfachheit und Einheitlichkeit; Oder haben Sie schon einmal einen Bildband mit willkürlichen Bildgrössen oder Bildern mit Rahmeneffekten gesehen, der Ihnen gefallen hat?

Eine gute Buchgestaltung …

… ist klar und einfach.

… hilft bei der Vermittlung einer Botschaft.

… drängt sich dem Betrachter nicht auf.

… hält die Aufmerksamkeit aufrecht.

… passt zum Inhalt.

Das Layout eines Fotobuches sollte möglichst zurückhaltend sein, damit sich der Betrachter ganz auf die Bilder konzentrieren kann. Eine solche „Ruhe“ kommt am einfachsten zustande, indem man ein simples Grundraster bzw. einen Satzspiegel verwendet, den man, abhängig von den Inhalten, unterschiedlich abfüllt.

Teilen Sie also Ihre Doppelseite beispielsweise in  16 gleiche Felder ein und halten Sie sich beim Platzieren Ihrer Bilder strikt an die so entstandenen Begrenzungslinien. Definieren Sie auf Basis dieses Grundrasters einige wenige Varianten, mit denen Sie dann das gesamte Fotobuch gestalten.

Das soll aber keineswegs bedeuten, dass jede Ihrer Fotobuchseiten gleich aussehen muss – das wäre ja langweilig. Aber genauso, wie Sie die Inhalte strukturieren, bevor Sie mit der Erstellung Ihres Fotobuches beginnen, zum Beispiel thematisch oder chronologisch, ist es auch bei der Gestaltung von Vorteil, eine gewisse Ordnung und einen roten Faden einzuhalten.

Beginnen Sie beispielsweise ein neues Kapitel immer mit dem gleichen Satzspiegel oder definieren Sie eine feste Position auf der Sie die Bildlegenden platzieren. Solche Regeln helfen sowohl Ihnen beim Gestalten als auch dem Betrachter, sich in Ihrem Fotobuch zu orientieren.

Die wichtigsten Tipps zum Verwenden eines Gestaltungsrasters

  • Einheitlichkeit wahren: nur mit wenigen Varianten des gleichen Satzspiegels arbeiten.
  • Doppelseite immer als Ganzes betrachten.
  • Seiten nicht überladen: eher 2-4 als 5-8 Bilder pro Seite verwenden.
  • Mut zu grossen Bildern und leeren Flächen haben: Leerraum beruhigt Ihre Gestaltung.
  • Spannung erzeugen mit unterschiedlichen Bildgrössen, Haupt- und Detail-Bildern.
  • Für Bild- und Textfelder immer den gleichen Satzspiegel einhalten (ausser bei formatfüllenden, randabfallenden Bildern).

Leider lassen sich in der Software keine Hilfslinien / Hilfsraster einblenden. Sie können jedoch ein Bild mit einem Raster als Hintergrundbild verwenden, und die Bilder nach diesem ausrichten. Am Ende dieses Beitrags finden Sie solche Raster-Bilder zum Downloaden .

Um einen Raster oder ein eigenes Bild als Hintergrund einzufügen gehen Sie folgendermassen vor:

  1. Speichern Sie das Raster-Bild in den Ordner mit den Bildern für das Fotobuch.
  2. Haben Sie die leere Fotobuch-Vorlage vor sich, so klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Raster-Bild in der Übersicht auf der linken Seite, dort, wo Ihre Bilder angezeigt werden.
  3. Wählen Sie „als Hintergrund verwenden“ (nur für die gewählte Doppel-Seite) oder „als Hintergrund auf alle Seiten anwenden“ (für das gesamte Buch)
  4. Sie können nun das Raster als Hilfe für das Platzieren und Ausrichten der Bilder und Textfelder benutzen.
  5. Nachdem Sie alle Elemente wie gewünscht platziert haben, kann das Raster auf jeder Seite wieder unter „Layout“ > „als Hintergrund“ > „Hintergrundbild entfernen“ wieder entfernt werden.
  6. Sie können aber auch einfach den Hintergrund auswechseln, ohne diesen vorher zu entfernen, indem Sie ein anderes Foto, oder einen anderen Hintergrund auf diese eine oder gleich auf alle Seiten anwenden.

Mit der Gestaltungssoftware von FUJI.CH können Sie eigene Layouts anlegenabspeichern und immer wieder verwenden.

Wie das geht, erfahren Sie im Artikel bzw. Video unter Eigene Fotobuchvorlagen erstellen.

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17.08.2017