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Was bedeutet «Auflösung», «Megapixel», «dpi» und wie gross kann ich meine Bilder drucken?

Sind die Bilder meiner Kamera überhaupt gross genug für ein Fotoposter? Selbst Smartphones sind heute in der Lage, Fotos zu erzeugen, deren Auflösung ausreicht, um grossformatige Bilder drucken zu lassen. Erfahren Sie hier, was es mit «Auflösung», «Megapixel» und «dpi» auf sich hat.

Meine Kamera hat 20 MP, was heisst das?

Die Bezeichnung «MP» steht für Megapixel und wird für die Benennung der Auflösung von Bildsensoren in Digitalkameras verwendet. 1 Megapixel entspricht dabei 1 Million Pixel – 20 Megapixel also 20 Millionen. Die Angaben zur Sensor-Auflösung beziehen sich meist auf gerundete Nennwerte. So wird beispielsweise eine Sensor-Auflösung von 5472 x 3648 (3:2) – also 19961856 Pixel – mit 20 MP angegeben.


In nebenstehender Liste sind einige gängige Sensor-Auflösungen aufgeführt.

Ist mein Bild nun gross genug?

Die nachfolgende Tabelle zeigt, am Beispiel unterschiedlicher Fotoprodukte bzw. Abbildungsgrössen, die minimale absolute Auflösung für eine gute bzw. optimale Druckqualität.

 

Praxisbeispiel Smartphone

Mein Smartphone hat eine 8 MP-Kamera, macht also Bilder mit 3264 × 2448 Pixel:

Mit diesen Fotos kann man 20er-Fotoabzüge  mit sehr guter Qualität oder 50 x 75 cm grosse Fotoposter mit guter Qualität bestellen.

Praxisbeispiel Systemkamera

Meine digitale Spiegelreflexkamera hat einen Bildsensor mit 20MP, macht also Bilder mit 5472 × 3648 Pixel:

Mit diesen Fotos kann man 20er-Fotoabzüge  mit optimaler Qualität oder 50 x 75 cm grosse Fotoposter mit sehr guter Qualität bestellen.

 

Was bedeutet «Auflösung» eigentlich?

Die Auflösung eines Bildes wird in der Regel in «ppi» (pixels per inch) angegeben und beschreibt, wie viele Pixel auf der Länge von einem inch/Zoll (2.54 cm) vorhanden sind. Diese relative Auflösung ist aber nicht zu verwechseln mit der absoluten Auflösung, welche die tatsächliche Pixel-Anzahl innerhalb des gesamten Bildes beschreibt (bspw. 2000 x 3000 Pixel).

WICHTIG: Die Bezeichnung «dpi» (dots per inch) steht für die Ausgabe-Auflösung, bzw. die des Druckers. Oftmals wird «dpi» mit «ppi»  gleichgesetzt und fälschlicherweise für die Angabe der digitalen, relativen Auflösung verwendet. Nur nicht verwirren lassen! Steht in einem Computerprogramm «dpi», sind eigentlich «ppi» gemeint.

 

Aber 100 ppi  sind doch besser als 50 ppi, oder?

Nein: Die sichtbare Bildqualität ist das Resultat aus dem Bezug von Auflösung  zu Darstellungsgrösse – die relative Auflösung alleine sagt nichts über die Bildqualität aus:

Stellt man ein Bild mit 100x150 Pixel in der Grösse 1 x 1.5 Zoll (2.54 x 3.81 cm) dar, hat es eine relative Auflösung von 100 ppi.
Stellt man dasselbe Bild aber in der Grösse 3 x 2 Zoll (7.62 x 5.08 cm), also doppelt so gross dar, verändert sich die Pixel-Anzahl nicht, sie werden einfach ebenfalls doppelt so gross dargestellt. Somit kommen auf ein Zoll nun nicht mehr 100 Pixel, sondern nur noch 50, also 50 ppi.



Setzen Sie die Auflösung hoch, ohne die Darstellungsgrösse des Bildes zu verändern, wird die sichtbare Bildqualität dadurch nicht verbessert. Es wird lediglich, was zuvor ein einzelner, grosser Pixel war, nun aus mehreren kleinen, identischen Pixel zusammengesetzt.

 

Wie finde ich heraus, wie gross ich mein Foto drucken kann?

Um das zu bestimmen, benötigt man zwei Informationen: Die absolute Auflösung der Bilddatei und die Ausgabe-Auflösung:

Die Fotoprodukte von FUJI.CH werden entweder im Digitaldruck produziert oder auf Original FUJIFILM-Fotopapier belichtet. Beide Verfahren verwenden 300 dpi. Damit man die Pixel beim Produkt dann nicht sieht, sollte die relative Auflösung der Bilddatei (ppi) in der gewünschten Abbildungsgrösse nicht kleiner als die Ausgabe-Auflösung (dpi) sein.

Für ein optimales Resultat gilt: ppi ≥ dpi 

Diese 300 dpi bestimmen also, wie gross ein Foto abgebildet werden kann.

So berechnen Sie blitzschnell, ob Ihre Bilder genügend hoch aufgelöst sind, um ein bestimmtes Fotoprodukt damit erstellen zu können:

 

Gewünschte Abbildungsgrösse in cm (Breite oder Höhe)

÷

2.54 (entsprechende inch/Zoll)

*

300 dpi (Druckauflösung)

=

notwendige absolute Auflösung  (Breite oder Höhe)

 

Beispiel: 30 ÷ 2.54 * 300 = 3543

 

 

Prüfen Sie nun, mit einem Rechtsklick auf die Bilddatei die absolute Auflösung Ihres Bildes. Ist dort die Pixel-Angabe (Breite oder Höhe) grösser als das Resultat der Gleichung, ist das Bild genügend hoch aufgelöst, um das gewünschte Fotoprodukt damit zu erstellen.

 

Betrachtungsabstand und Auflösung

Ferner gilt es zu beachten, dass verschiedene Produkte aus unterschiedlichen Distanzen betrachtet werden: Ein Fotobuch beispielsweise, hält man in den Händen, wohingegen ein grosses Fotoposter für gewöhnlich von nicht so nah betrachtet wird. Unser Auge kann geringe Qualitätsunterschiede ab einer gewissen Distanz nicht mehr wahrnehmen, weshalb hier die Auflösung auch etwas geringer gewählt werden kann. Für Poster rechnet man in der Regel mit 200 dpi.

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