FUJI CREATE. Das Magazin für die schönsten Fotomomente
zurück
Gestalten mit FUJI.CH

Fotobücher noch besser machen – Expertentipps

Wer möchte nicht seine selbst gestalteten Fotobücher eindrucksvoll und professionell aussehen lassen? Wie schon in einem vorherigen Artikel widmen wir uns dem Thema Fotobuchgestaltung und haben noch weitere wertvolle Tipps für Sie.

Zeigen Sie Mut zur ( Bild- )Grösse

Trauen Sie sich, Ihre wirklich guten Fotos formatfüllend über eine Einzel- oder gar Doppelseite zu zeigen. So wirken sie noch besser. Bei einem schlechten Foto würden so die Schwächen allerdings auch deutlicher. Schaffen Sie daher eine klare optische Hierarchie auf der Seite: Gelungene Fotos nehmen den meisten Raum ein, sonstige Aufnahmen werden klein gezeigt – oder gar nicht.

Schaffen Sie eine Einheit aus Gestaltung und Inhalt

Ein professioneller Grafik-Designer fragt als erstes, welches Ziel eine Gestaltung verfolgt und welche Zielgruppe erreicht werden soll. Also überlegen Sie sich, ob Ihre eingesetzten Layouts, Farben und Schriften zum Buchinhalt passen. Zarte Farben und auslaufende Bildränder sind wie geschaffen für Baby-Fotobücher, jedoch weniger für Architekturaufnahmen. Eine geschwungene Schrift ist ideal für Hochzeiten, aber wird sich wenig für einen Geschäftsbericht eignen. Schaffen Sie eine Einheit aus Form und Inhalt – und die Betrachter Ihres Fotobuchs werden begeistert sein.

Abwechslung bringt visuelle Spannung

Zu langweilig sollte Ihr Werk bei aller Einheitlichkeit allerdings nicht werden. Bringen Sie daher Bewegung ins Spiel, indem Sie etwa Seiten mit sehr vielen kleinen Bildern und solchen mit nur einem oder wenigen Fotos abwechseln. Lassen Sie auf einer Seite auch mal ein Bild aus der Reihe tanzen oder setzen Sie es bewusst grösser oder kleiner ein. 

Gestalten Sie genau gleich oder richtig unterschiedlich

Kleine Unterschiede in Grösse, Farbe oder Anordnung wirken schnell uneinheitlich. Seien Sie konsequent und zeigen Sie Unterschiede deutlich – also zum Beispiel mit einem doppelt so grossen Foto oder Abstand. Achten Sie umgekehrt darauf, dass sich keine kleinen Abweichungen einschleichen. Die FUJI.CH Software hilft Ihnen dabei, indem sie automatisch Hilfslinien anzeigt, wenn sich zwei Objekte auf einer Linie befinden. Oder benutzen Sie die Layout-Vorlagen.

Schaffen Sie Weissräume

Wenn Sie eine Doppelseite mit Fotos « zupflastern », wirkt sie schnell überladen und für den Betrachter anstrengend. Geben Sie dem Auge auf weissen ( Rand- )Flächen die Möglichkeit, sich auszuruhen. Zudem wirken manche Bilder besser, wenn sie für sich alleine stehen. 

Lassen Sie das Buch und jede einzelne Seite eine Geschichte erzählen

Versuchen Sie, einen roten Faden zu finden. Auf einer Doppelseite kann das etwa der Bericht über eine Bergwanderung sein. Im gesamten Buch ist es zum Beispiel eine Reise oder ein Lebensjahr. Um die Struktur zu verdeutlichen, empfehlen sich Zwischenüberschriften oder bei umfangreichen Werken ganze Seiten als gestalterische Trennungen.

Wählen Sie die Bilder für eine Doppelseite gezielt aus

Wenn Sie drei sehr ähnliche Aufnahmen haben, entscheiden Sie sich für die beste. Prüfen Sie ausserdem, ob die Bilder optisch und inhaltlich zusammenpassen. Ist beispielsweise auf drei von vier Aufnahmen der Aufstieg auf einen Berg und auf der vierten eine Strandszene zu sehen, verwirrt das den Betrachter.

Verwenden Sie Schriften einheitlich und achten Sie auf die Lesbarkeit

Damit sie gut wirken und lesbar sind, sollten Sie die Lesetexte in 10 bis maximal 12 Punkt Schriftgrösse setzen. Am Bildschirm wirkt das eher zu klein, im gedruckten Buch aber gut. Grössere Schrift bei Fliesstexten vermittelt leicht den Eindruck eines Werbeprospektes. Verwenden Sie nicht mehr als zwei Schriftarten, einheitlich für alle Überschriften und Lesetexte im gesamten Buch.

Vermeiden Sie Konflikte zwischen Vorder- und Hintergrund

Ein auffälliger Seitenhintergrund wirkt auf den ersten Blick abwechslungsreich, lenkt aber stark von den eigentlichen Bildern ab. Verwenden Sie daher einfarbige Hintergründe. Bei Farben müssen Sie darauf achten, dass sich Bild und Hintergrund gut voneinander abgrenzen. Nutzen Sie Rahmen als Hilfsmittel. Achten Sie ausserdem darauf, dass der Hintergrund farblich und inhaltlich gut zu den Bildern im Vordergrund passt oder einen interessanten Kontrast bildet.

^