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Fotobuchprojekte leicht gemacht

Fotobücher gehören zu den schönsten Möglichkeiten, wertvolle Erinnerungen dauerhaft festzuhalten. Während dies für die einen zur Leidenschaft geworden ist, ist es für andere vor allem eine Menge Arbeit. Dank einem einfachen Konzept können aber selbst umfangreiche Fotobuchprojekte leicht umgesetzt werden können.

Im Verlauf der Erstellung eines Fotobuchs gibt es einige Entscheidungen zu treffen. Durch die Unterteilung in die drei Phasen Konzeption, Vorbereitung und Gestaltung, erhält man eine Struktur, in der man sich besser orientieren kann. In einem Fotobuch geht es nämlich nicht ausschliesslich um Fotos, sondern vor allem darum, eine Geschichte zu erzählen.

 

1. Phase: Konzeption

Zu Beginn der Konzeptionsphase machen wir uns Gedanken über die Zielgruppe. Wem erzählen wir die Geschichte und welchen Zweck erfüllt das Buch? Ist es ein persönliches Erinnerungsbuch einer Reise oder ein Bildband für Aussenstehende? Dieser Entscheid hat Auswirkungen auf eine Vielzahl von Eigenschaften Ihres Fotobuches, über die Sie sich im Vorfeld Gedanken machen sollten:

Materialwahl

Welche Papiervariante soll für das Fotobuch verwendet werden? Hochwertige Bilder wirken oftmals besser auf echtem Fotopapier, während im Digitaldruck ein grösserer Seitenumfang möglich ist. Oft empfiehlt sich, neben einem Fotobuch mit echtem Fotopapier ein "Zeige-Exemplar" im Digitaldruck zu machen, vor allem wenn Kinder das Buch betrachten werden.

 

>> Alle Infos zu den Unterschieden der Papiervarianten finden Sie im Artikel "Qualitätsunterschiede beim Fotobuch".

Format und Seitenumfang

Welches Format soll das Fotobuch haben, wie gross soll es sein und wieviele Seiten wird es umfassen? Ob das Buch im Hoch- oder Querformat sein soll ist unter anderem abhängig vom vorhanden Bildmaterial. Sind die Bilder eher im Hoch oder Quer-Format? Habe ich sogar Panorama-Bilder, welche über beide Seiten gezeigt werden sollen? 

 

Bezüglich dem Seitenumfang verträgt ein persönliches Erinnerungsbuch mehr Seiten als ein Buch, welches man Aussenstehenden zeigen möchte.

 

2. Phase: Vorbereitung

In dieser Phase überlegen wir uns, welche Fotos im Buch gezeigt werden sollen und wie das Buch inhaltlich Aufgebaut werden soll. Nach der Vorbereitung sollte man mit dem eigentlichen Gestalten der Fotobuchs starten können.

Inhaltlicher Aufbau

In welcher Abfolge sollen die Bilder im Buch gezeigt werden? Hier ist der Inhalt sehr entscheidend. Zeigt das Buch eine Reise so macht eine chronologische Abfolge nach Datum sicherlich Sinn. Andernfalls wirken die Eindrücke oft stärker, wenn sie thematisch gegliedert werden, z. B. nach Landschaften, Portraits, Städte, etc.

 

>> Tipps zu den verschiedenen Arten von Inhalten bzw. Themen finden Sie im Artikel "20 Gründe für ein Fotobuch".

Bildauswahl

Welche Bilder in einem Fotobuch  gezeigt werden sollen, hängt unter andrem von der "Zielgruppe" ab. Persönliche Schnappschüsse sind vielleicht wichtig für die private Erinnerung, sagen aber einem Aussenstehenden möglicherweise nichts. Eine Konzentration auf Highlights ergibt hier mehr Sinn.

Ist das Buch aber für Sie und die Personen, welche bei dem Erlebnis dabei waren, so gehören auch ebendiese Schnappschüsse und "out takes" ins Buch.

 

Nach dem Aussortieren der unbrauchbaren Bilder erstellt man am besten Unterordner gemäss der Kapitelstruktur des Buches. So lassen sich die Bilder danach mit der Gestaltungssoftware einfacher finden. Mehr als 40 Bilder pro Kapitel sind dabei eher die Obergrenze, da ansonsten die Aufnahmefähigkeit des Betrachters nachlässt.

 

3. Phase: Gestaltung und Schlusskontolle

In dieser Phase wird nun das Buch in der Software oder direkt online gestaltet. Da nun ja bereits feststeht, welches Format und welche Papiersorte das Buch haben soll und welche Bilder in welcher Reihenfolge darin Platz finden, ist dies nun noch ein Leichtes.

 

Zum Schluss sollten, vor dem Bestellen noch einige Punkte kontrolliert werden.

Buchgestaltung

Bei der eigentlichen Buchgestaltung ist weniger oft mehr. Maximal vier Bilder pro Seite sind ideal. Eine Doppelseite sollte immer als Ganzes betrachtet werden, und die Verwendung einiger weniger Layoutvorlagen erzeugt Ruhe. Bei Hintergründen und Rahmen für Bilder sollte Zurückhaltung geübt werden, denn der Hintergrund steht nicht im Vordergrund.

 

Da ein Fotobuch in der Regel kein Lesebuch ist, sollten nur Texte verwendet werden, die auch wirklich den Inhalt ergänzen. Die Schriftgrösse für Lesetexte sollte dabei nicht grösser als 8–12 pt. sein. Bei der Schlusskontrolle empfiehlt sich das Gegenlesen durch eine Drittperson.

 

>> Mehr zur Fotobuchgestaltung finden Sie in diesen Artikeln.

Schlusskontrolle

Nichts ist ärgerlicher als ein Fotobuch in den Händen zu halten indem man Tippfehler oder Layoutpatzer findet. Dies ist leicht zu vermeiden, indem man vor dem Bestellen noch eine Schlusskontrolle vornimmt. Dazu gehören folgende Punkte:

  1. Sind die Bilder / Kapitel in der richtigen Reihenfolge?
  2. Sind die Bildausschnitte so wie gewünscht? Keine doppelten Bilder?
  3. Keine Rechtschreibefehler?
  4. Sind das Layout und die Schriften einheitlich?

>> Eine etwas ausführlichere Checkliste finden Sie hier.

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