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Fototipps

Schärfentiefe Teil 1

Viele kennen und lieben den Effekt - wenige wissen, wie dieser Zustande kommt. Darum erklären wir Ihnen, wie Sie mit der Schärfentiefe bzw. Tiefenschärfe arbeiten können.

Alles eine Sache der Einstellung

Und zwar ist ein zentraler Bestandteil des Objektives für Lichtstreuung in Ihrer Kamera verantwortlich: die Blende. Je nach Objektiv lassen sich diese kreisförmig angeordneten Lamellen ausrichten, dass mehr oder weniger Licht auf den Sensor (früher den Film) trifft.

 

Die maximale Öffnungseinstellung der Blende ist auf fast jedem Objektiv abgebildet. Etwas widersprüchlich wirkt auf den ersten Blick, dass je weiter offen die Blende, umso tiefer der numerische Wert ist. Bei lichtstarken Objektiven liegt dieser um F2.0 oder tiefer. Bei Zoom-Objektiven sind meist zwei Werte angegeben, da die Blendenöffnung abhängig von der Zoomeinstellung ist - zum Beispiel F3.5 bei Weitwinkelaufnahmen und F5.6 bei maximaler Vergrösserung. Bei Smartphones liegt dieser übrigens meist zwischen F2.0 und F2.4 und lässt sich nicht einstellen.

 

Blende weit offen

Je weiter offen die Blende ist, umso mehr Licht fällt auf Ihren Sensor. Dadurch verkürzt sich zum einen die Verschlusszeit und Sie können auch bei schwachem Licht gut belichtete Fotos schiessen.

 

Des Weitern erreicht der Sensor mehr Streulicht und sorgt für die gewünschte Unschärfe ausserhalb des fokussierten Bereiches. Je nach Objektiv und Lichtverhältnissen entsteht dabei sogar ein sogenanntes Bokeh (siehe Bildgalerie).

 

Blende stark geschlossen

Je kleiner die Blendenöffnung, umso gebündelter trifft das Licht auf den Sensor. Damit wird die Abbildung auch in Bereichen schärfer, die nicht genau im Fokus sind. Gleichzeitig benötigt die Kamera aber länger, um genügend Licht einzufangen. Mit der längeren Verschlusszeit erhöht sich also die Gefahr für verwackelte Bilder. Somit empfiehlt sich allenfalls ein Stativ.

 

>>Mehr Infos zum Thema finden Sie im Artikel "Schärfentiefe Teil 2"

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