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Fototipps

Panorama-Bilder – eine ganze Szenerie festhalten

Ein grosses und breit gefächertes Thema in der Fotografie ist mit Sicherheit die Panorama-Fotografie. Denn gerade mit solchen Bildern können die Schönheit der Natur oder die Faszination von Skylines festgehalten, aber auch witzige Effekte und Szenen kreiert werden. Natürlich müssen Sie bei der Aufnahme von Panoramabildern einiges beachten, damit Ihre Fotos zu einem echten Hingucker werden.

Die richtige Ausrüstung

Kamera
 

Bei der Panorama Fotografie handelt es sich um ein spezielles Themengebiet, bei dem es in erster Linie auf die Einstellungen der Kamera ankommt. Eine Kamera mit einer Blende, die manuelle Einstellungen ermöglicht, macht hier die besten Fotos.

Ein Panoramabild kann aus aneinandergereihten, sich überlappenden Einzelbildern zusammengesetzt werden. Diese Fotos sollten eine hohe Tiefenschärfe aufweisen, damit Unschärfen an den Bildrändern das Zusammenfügen nicht erschweren.  Wenn Sie Ihr Foto zum Beispiel auf eine grosse Panorama-Leinwand applizieren, fällt es auf, wenn bei den Übergängen etwas nicht passt. Es gibt aber auch Kameras mit einer speziellen Panorama-Funktion, die es ermöglicht, ein Panorama in nur „einem Bild“ aufzunehmen und Ihnen das manuelle Zusammensetzen erspart.

Zubehör

 

Staitv: Ein Stativ ist in jedem Fall empfehlenswert, da Sie über die gesamte Länge des Bildes bzw. der einzelnen Bilder die Höhe behalten müssen und sich dadurch, je nach dem, die Belichtungszeit verlängert. So kann es zu keinen Verwackelungen kommen. Auch kann mit einem Stativ bei der Panorama-Fotografie der Bildausschnitt exakter gewählt werden.

 

Fernauslöser: Um ganz sicher zu sein, dass es bei Einzelaufnahmen keine Wackler gibt, empfiehlt sich einen Fernauslöser zu benutzen, denn beim Auslösen direkt an der Kamera können bereits erste Rüttler entstehen.

 

Filter: Um Ihren Bildern im Panoramaformat das optimale Licht und somit auch die gewünschte Farbe zu geben, empfiehlt es sich, mit Filtern zu arbeiten. Hier eine kleine Auswahl:
 

Verlaufsfilter: Dieser bewirkt, dass ein heller Himmel und die weiter zu sehende Landschaft sanft abgedunkelt werden und dadurch die Kontraste besser hervorgehoben werden. So werden die Lichtverhältnisse im Bild ausgeglichener.
Neutralfilter: Sorgt dafür, dass das Foto nicht aufgrund der langen Blendenöffnung überstrahlt wird. Bei Aufnahmen mit langer Belichtungszeit, etwa wenn Sie einen See mit klarer Wasseroberfläche fotografieren möchten, wirkt das Bild so, als würden Sie aus dem Fenster schauen.
Polfilter: Hier ist Vorsicht geboten: Sie unterdrücken blaue Reflexe, so werden die grünen Flächen Ihres Landschaftsfotos besser hervorgehoben und wirken dadurch satter. Je nach Lichteinfall bzw. Winkel zur Sonne entstehen jedoch mit einem Polfilter wellenartige Farbverläufe im Himmel, welche nicht mehr retouchiert werden können. Möchte man einen Polfilter nutzen, so empfiehlt es sich auf jeden Fall, Probefotos zu schiessen, um zu Prüfen, dass dieser Effekt nicht entsteht.
 

Und so wird’s gemacht

 

Mit Panorama-Funktion

 

Befestigen Sie die Kamera wenn möglich auf dem Stativ. Schalten Sie die Bildstabilisatoren aus.
Suchen Sie den Ausschnitt, welcher zuletzt ganz links auf dem Bild sein soll. Stellen Sie die gewünschte Höhe sowie die richtige Blende und den Zoombereich ein. Machen Sie allenfalls ein paar Probefotos, und korrigieren Sie die Einstellungen, bis diese ihren Wünschen entsprechen.

 

Stellen Sie nun die Panorama-Funktion ein. (Allenfalls lässt sich hier die Länge der Drehung einstellen (180-360°)

Positionieren Sie sich hinter der Kamera und halten Sie diese locker aber sicher fest. Drücken Sie nun den Auslöser halb durch und halten Sie ihn, bis die Kamera scharfgestellt hat. Dann drücken Sie ihn ganz durch (und lassen diesen wieder los).

 

Bewegen Sie sich nun mit der Kamera in einer konstanten Geschwindigkeit nach links, so dass sich die Kamera um die eigene Achse dreht. Im Bildschirm wird je nach Modell eine Führungsleiste eingeblendet, anhand welcher man sehen kann, in welcher Position des Bildes man sich gerade befindet.

 

Ist das andere Bildende erreicht, beendet die Kamera die Aufnahme automatisch und generiert Ihr Panoramabild.

 

Ohne Panorama-Funktion

 

Hier empfiehlt sich noch mehr, ein Stativ zu benutzen. Sie gehen eigentlich genau so vor, wie beim Aufnehmen mit Panorama Funktion, nur dass Sie hierbei Einzelfotos aufnehmen. Stellen Sie Höhe, Blende, Zoom, etc… so ein, wie Sie es wünschen und machen Sie ein paar Probeschüsse.

 

Beginnen Sie nun auch wieder am einen Ende, hier spielt es keine Rolle, ob links oder rechts. Nehmen Sie das 1. Bild auf und drehen Sie die Kamera (auf dem Stativ) so weit, dass sich das 1. und das 2. Bild in etwa 20-40% überschneiden. So gehen Sie vor, bis Sie am gewünschten Endpunkt angekommen sind. Dadurch, dass sich die Bilder überlappen können später die Aufnahmen zu einem Panoramabild aneinandergereiht werden, ohne dass Lücken entstehen.

 

Es lohnt sich allenfalls, die Bilder jeweils kurz zu kontrollieren, bevor Sie ein neues schiessen. Verstellen Sie hierbei aber nichts an der Kamera oder ändern deren Position.

 

Einzelne Bilder zu einem Panoramabild „zusammennähen“

 

Um nun die Bilder, welche ohne Panorama-Funktion entstanden sind, zusammen zu fügen, brauchen Sie eine sogenannte „Stitching Software“. Solche können Sie im Internet kostenlos herunterladen. Es lohnt sich jedoch, die Bewertungen und Kommentare über die Softwares zu lesen.

 

In der Regel funktioniert das Zusammenfügen so, dass Sie die einzelnen Bilder ins Programm laden und dieses dann, meist sogar automatisch, diese in die richtige Reihenfolge bringt und nötige Korrekturen vornimmt.

 

panoramafotos.ch

Hallo, bei Panorama-Fotos darf kein Polfilter benutzt werden, da es sonst im Himmel, je nach Winkel zur Sonne, wellenartig hell und dunkel wird. Das ist nicht mehr zu retuschieren!

FUJI.CH

Guten Tag panoramafotos.ch

Vielen Dank für Ihren Hinweis in Bezug auf die Nutzung von Polfiltern bei Panorama-Fotos. Hier haben wir etwas nicht korrekt recherchiert bzw. falsche Informationen einfliessen lassen. Es wird, wie Sie erwähnen, tatsächlich nicht empfohlen, einen Polfilter für Panorama-Fotos zu nutzen, da es sehr vom Winkel des Lichteinfalls bzw. der Sonne abhängig ist. Möchte man es doch einmal versuchen, so empfiehlt es sich, vorab Probe-Fotos zu schiessen um zu prüfen, ob diese wellenartigen Farbverläufe entstehen oder nicht.

Selbstverständlich passen wir den Artikel entsprechend an und danken Ihnen nochmals für Ihren Hinweis!

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