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Fototipps

Low Key Fotografie

Bei der Low Key Fotografie werden Bilder erzeugt, bei denen vor allem dunkle Töne vorherrschen. Fotos wirken dadurch dramatisch und eindrucksvoll. Während im High Key Foto das komplette Bild absichtlich überbelichtet wird, nutzt Low Key Fotografie den Kontrast, der durch eine stark reduzierte Beleuchtung entsteht.

Low Key Fotografie im Sommer

Gerade im Sommer gibt es unzählige Momente, in denen Sie die Low Key Fotografie ausprobieren können. Dazu sollte es möglichst dunkel sein. Sommernächte eigenen sich besonders gut, wenn die Sonne untergegangen ist und nur noch wenig Licht der Umgebung vorhanden ist. Auch das zur Low Key Fotografie benötigte Equipment ist relativ simpel: Zum brauchen Sie eine helle Lichtquelle, zum Beispiel eine Strassenlaterne, eine Taschenlampe, einen Autoscheinwerfer, oder ein Lagerfeuer. Zum anderen ein Stativ oder eine Möglichkeit, die Kamera abzustellen, da die Belichtungszeit für das Foto verlängert werden muss und es sonst Verwackelungen geben kann.

Und so funktioniert die Low Key Fotografie

Bei der Low Key Fotografie geht es nicht nur darum, ein unterbelichtetes Foto zu knipsen oder die Hintergrundfarbe zu verdunkeln. Unterbelichtete Bilder haben in der Regel keine Bildtiefe und wirken flach. Ihnen fehlen Highlights, die den Charakter der gewollten Low Key Aufnahme ausmachen. Low-Key-Bilder haben trotz ihrer dunklen Farben einen hohen Kontrast und brauchen dafür einen Weiss-Anteil sowie unterschiedlich tiefe Schwarztöne.

Die richtigen Kamera- und Blitzeinstellungen

Für echte Low Key Fotografie muss der Fotoapparat im manuellen Modus (M) arbeiten und kann keine Automatiken nutzen. Mit der Belichtungsautomatik würde das Foto viel zu hell werden und auch wer einen Blitz benutzt, sollte ihn manuell betätigen und nicht im Automatikmodus nutzen.

Der ISO-Wert: Je nach Lichtverhältnissen sollten Sie einen ISO Wert von 100 oder 200 verwenden. Ein höherer Wert verursacht Bildrauschen im Foto und die Aufnahme würde unbrauchbar.


Die Belichtungszeit: Bei beweglichen Motiven muss man zwangsläufig eine kurze Belichtungszeit wählen, damit das Bild durch die Bewegung nicht zu unscharf wird. Die Belichtungszeit bei unbeweglichen Motiven kann hingegen so lange wie gewünscht eingestellt werden. Manchmal macht es aber gerade die Verschwommenheit des Bildes aus, welche als künstlerischer Effekt genutzt werden kann. Zum Beispiel bei einem Bild einer vielbefahrenen Strasse bei Nacht, wobei die Autolichter, die Laternen und Ampeln das gewisse Etwas des Bildes ausmachen.


Die Blende: Hier können Sie kreativ sein. Eine offene Blende (niedrige Blendenzahl) sorgt dafür, dass nur ein Teil des Bildes scharf ist. Eine geschlossene Blende (hohe Blendenzahl) gibt dem Bild eine durchgängige Schärfe.

Um herauszufinden, welche Belichtung und Blitzstärke für Ihr Fotomotiv am besten geeignet ist, und welche Bereiche des fertigen Bildes dunkel oder hell sind, machen Sie am besten ein paar Probeaufnahmen. Falls es zu überbelichteten Bereichen im Bild kommt, sollte der Blitz etwas weiter weg vom Fotomotiv positioniert werden. Mit Hilfe des Histogramms kann genau geprüft werden, welche Bereiche des Bildes hell oder dunkel sind.

 

Mit dem Smartphone oder der Kompaktkamera ist die echte Low Key Fotografie leider nicht möglich, wenn diese nicht über die richtige Ausstattung verfügen. Trotzdem lohnt es sich manchmal, auch mit diesen Geräten auf den Auslöser zu drücken. Dazu muss jedoch das Motiv selbst hell erleuchtet sein, wie zum Beispiel ein angestrahltes Gebäude in der Nacht oder ein angeleuchteter Baum. Damit die Aufnahme gelingt, sollten Sie den Blitz ausschalten und nur den Kontrast, den die Helligkeit des Bildmotivs mit sich bringt, nutzen.

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