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Fototipps

Fotografieren bei schlechtem Wetter

Warum Sie trotz oder gerade wegen dem schlechten Wetter vor die Tür gehen sollten... Auch an verregneten Tagen können Sie tolle Fotos machen und werden gerade zu dieser Zeit ganz besondere Motive finden. Machen Sie sich auf und suchen Sie drohende Wolkenfronten, farbenfrohe Regenbogen oder regennasse Landschaften für Ihre Regen Bilder.

Die Kamera für den Regen ausstatten

Bevor Sie den Weg vor die Tür wagen, sollten Sie auf jeden Fall zunächst an den Schutz Ihrer Kamera denken. Es gilt, diese bestmöglich vor Feuchtigkeit und Nässe zu schützen. Nutzen Sie hierzu am besten geeignete Regenüberzüge für Ihre Kamera und das Objektiv.

 

Im höheren Preissegment liegen Unterwassergehäuse, die aber einen Komplettschutz gewährleisten, jedoch die Kamera auch vor starkem Regen und Schneeverwehungen abschirmen.

 

Für den Transport empfehlen wir einen qualitativ hochwertigen Fotorucksack oder eine Fototasche, die sich ebenfalls mit Regenbezügen schützen lassen. Zur doppelten Sicherheit ist die Verwendung eines zusätzlichen Regenschirmes sinnvoll.

 

Damit die Linse beim Fotografieren nicht beschädigt wird oder sich Flecken bilden, hilft eine Streulichtblende. Durch diesen entsprechenden Aufsatz auf dem Objektiv wird die Frontlinse geschützt und eine Beeinflussung der Fotos kann ausgeschlossen werden.

 

Ausserdem sollten Sie ein Stativ mit sich führen, um auch bei kräftigem Wind standhalten zu können.

 

Fotografieren im Regen leicht gemacht

Fotografieren im Regen ist keine Zauberei. Das wichtigste Mittel ist die Farbkorrektur, da trübes Wetter keine kräftigen Farben hervorbringt. Hier sollten Sie mit der Farbsättigung und den Kontrasten experimentieren, bis Sie ein homogenes Farbenspiel erreicht haben.

 

Für gewollt monochrome Stimmung lassen sich beide Einstellungen auch in der Gegenrichtung verwenden. Die Verwendung von Rotfiltern für stärkere Farbkontraste bei Schwarz-Weiss-Aufnahmen lassen sich bei bestimmten Kameras künstlich simulieren.

Blende

Ebenfalls sollten Sie der Blende Aufmerksamkeit schenken. Wolken am Himmel und wenig Sonneneinstrahlung sorgen für schlechte Lichtverhältnisse, die Sie mit einer eher offenen Blende (tiefe Blendenzahl) kompensieren können.

 

Je nach Motivsituation kann auch der Aufhellblitz unterstützend hinzugeschaltet werden. Möchten Sie die Bewegung der Regentropfen fotografisch festhalten, ist eine längere Belichtungszeit notwendig. Diese sollte zwischen 1/30 und 1/15 Sekunde liegen, dazu sollten Sie auf jeden Fall ein Stativ verwenden. So gelingen tolle Regen Bilder ganz einfach.

 

Einzigartige Motive bei schlechtem Wetter

Mit ein wenig Kreativität werden Sie keine Probleme bekommen, im Regen oder bei schlechtem Wetter die passenden Motive zu finden. Dazu müssen Sie nicht neu das Fotografieren lernen. Landschaftsfotografie ist bei Regen die Königsdisziplin, da sich hierdurch die gesamte Stimmung perfekt einfangen lässt.

 

Durch die schwierigen Lichtverhältnisse werden Sie hier jedoch einige Probeaufnahmen machen müssen, um die optimale Einstellung zu erhalten.

 

Besonders interessante Motive bilden nasse Pflanzen und Tiere. Blumen, die ihre Köpfe hängen lassen, Blätter, auf denen sich Pfützen bilden und Tiere, deren Fell durchnässt ist, liefern Ihnen tolle Eindrücke.

 

Nach dem Regen

Nach dem Regen sollten Sie Strassenzüge fotografieren. Durch die Nässe und die Pfützen auf dem Asphalt entwickelt sich Ihr Aufhellblitz zu einem strahlenden Lichtfluss. Gleiches gilt für die ersten Sonnenstrahlen nach dem Regen, die sich in zahlreichen Wasseransammlungen spiegeln und ein wunderschönes Lichtspiel präsentieren.

 

Blitze und Gewitter fotografieren

Atemberaubende Bilder lassen sich auch über mystische und bedrohende Gewitterwolken erreichen, welche kurz bevor dem Regen die Landschaft verdunkelt. Selbstverständlich gilt dies auch für die Blitze selbst, wenn diese glühend aus den Wolken schiessen. Bei einem Gewitter sollte die Belichtungszeit zwischen 5 und 30 Sekunden liegen.

 

Entscheidend ist, wie viele Blitze auf dem Foto sein sollen. Bei einem starken Gewitter sollten Sie nicht zu lange belichten, damit das Bild nicht überbelichtet wird. Bei weniger Blitzen ist eine längere Belichtung ratsam, da dadurch die Chance grösser ist, auch tatsächlich einen Blitz einzufangen. Denken Sie auch hier an das Stativ!

 

 

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