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Fototipps

Fotografieren am Strand - Badeferien

Sommer - das ist auch für viele Fotografen die schönste Zeit im Jahr. Für schöne, spannende und aussergewöhnliche Urlaubsfotos am und unter Wasser ist aber nicht nur die richtige Ausrüstung wichtig. Wer sich ein wenig mit Bildgestaltung beschäftigt, über Stimmungen nachdenkt und einige kleine Hilfsmittel und Tricks nutzt, kann ohne viel Aufwand schöne Strandbilder und Unterwasserfotos mit ungewöhnlicher Bildwirkung zaubern.

Neue Sichtweisen auf altbekannte Motive am Meer

 

Ein typischer Fehler ist die relativ uninspirierte Bildgestaltung.Fasziniert von Wellen, Wind und weitem Himmel zielen viele Fotoanfänger beim Fokussieren instinktiv auf die Horizontlinie. In der Konsequenz weist das Motiv eine 1:1 Aufteilung auf, die wenig spannend wirkt und weder Himmel noch Meer oder Brandung sinnvoll in Szene setzt. Bei der Strandfotografie ist es daher empfehlenswert, ein wenig mit der Bildaufteilung und/oder Perspektiven zu spielen.

- Wie wirkt Ihr Motiv aus sehr niedriger oder erhöhter Perspektive?
- Wie aus der Nähe oder aus Distanz?
- Ist die Drittelsregel sinnvoll oder eine andere Bildaufteilung interessanter?
- Und was genau wollen Sie eigentlich in den Fokus rücken?

 

Manchmal bietet es sich z.B. an, eine Strandszene mit Weitwinkelobjektiv aufzunehmen, dabei aber auf ein Detail, z.B. eine Muschel oder ein Paar Schuhe, im Vordergrund zu fokussieren, um den Strand oder die besondere Stimmung dennoch abzubilden. Drehen Sie auch dem Meer einmal den Rücken zu und finden Sie heraus, was sich „hinter“ dem Strand abspielt. Hier finden sich oft schöne Alleen oder Häuserfronten.

 

>> Mehr über die Bildgestaltung finden Sie im Artikel "Vom Goldenen Schnitt zum perfekten Bild"

Aufs Timing kommt es an

 

Schöne Strandbilder entstehen immer dann, wenn auch die Lichtverhältnisse stimmen. Am Strand oder Meer gilt: Sonnenlicht wird durch das Meer und Wassertröpfchen in der Luft zusätzlich reflektiert und verstärkt. In der Konsequenz ergibt sich damit, vor allem um die Mittagszeit, ein sehr hartes, grelles Licht, das vor allem für Portraits nicht immer geeignet ist. Kein Wunder also, dass es Fotografen vor allem in den Morgenstunden, zum Sonnenuntergang und in der blauen Stunde ans Meer zieht - zu diesen Zeiten ist die Lichtintensität niedriger, die Lichtstimmung interessanter und vielfältiger als zu anderen Tageszeiten. Übrigens: Auch Strandfotografie am Abend und bei Nacht kann zu spannenden Ergebnissen führen, etwa bei Langzeitbelichtungen, hellem Mondschein und interessanten Motiven wie z.B. vorbeifahrenden Schiffen oder einem Lagerfeuer am Strand.

Alles Einstellungssache

 

Auch bei der Strandfotografie gilt: Wer die Einstellungsmöglichkeiten seiner Kamera sinnvoll nutzt, hält hinterher die kreativeren Bilder in den Händen. Natürlich ist es prinzipiell auch möglich, am Meer eine ganz einfache Kompaktkamera im Automatikmodus einzusetzen. Hier müssen Sie allerdings mit falschen Belichtungen rechnen, etwa einem zu dunklen Vordergrund oder ausgebrannten Bildbereichen. Wer seine Kameraeinstellungen lieber selbst vornimmt, sollte z.B. die Spotmessung nutzen, um das Hauptmotiv im Bild richtig zu belichten. Langzeitbelichtungen mit kleiner Blende (ab Blende 8) und längerer Belichtungszeit (mehrere Sekunden bis hin zu mehreren Minuten) ergeben einen besonders interessanten Effekt bei wenig Licht: einzelne Wellen sind dabei nicht mehr sichtbar, das Wasser wirkt seidig und glatt. Auch knappe Schärfe bei grosser Blende, etwa mit Fokus auf ein Schiff oder eine Muschel in der Brandung, kann ein Strandbild besonders kreativ und ausdrucksstark wirken lassen.

 

>> Allgemeine Grundlagen zur Fotografie finden Sie im Arikel "Fotografie-Grundlagen - Tipps für Profi-Fotos"

Spezialfall Unterwasserfotografie

 

Bilder am Strand und Meer zählen zu den Klassikern unter den Urlaubsbildern - besonders beeindruckend sind jedoch Unterwasserfotos. Zu beachten ist, dass bei der Unterwasserfotografie andere Lichtverhältnisse als über Wasser existieren. Schon in geringen Tiefen schwindet das Licht.

 

>> Worauf es bei der Unterwasserfotografie sonst noch ankommt, finden Sie im Artikel „Unterwasserfotografie“

 

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