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Fototipps

Food Fotografie – Machen Sie Appetit auf mehr!

Leckere Pasta, ein saftiges Steak mit Pommes, ein knackiger Salat oder ein süsses Stück Torte: Leckeres Essen direkt zu verzehren erfreut den Gaumen – ihr Anblick in kunstvollen Arrangements und ausdrucksstarken Bildern – ein verewigter Genuss der Sinne. Ob Sie ein Kochbuch erstellen wollen oder einfach stilvolle Food-Bilder lieben: Setzen Sie Ihre Speisen gekonnt in Szene!

Schön herrichten

 

Schaffen Sie eine rundum passende Atmosphäre, um auf einem Foto Essen gut aussehen zu lassen. Je nachdem, ob Sie spontan im Restaurant fotografieren, Ihre kulinarischen Meisterwerke in der heimischen Küche ablichten oder sogar ein eigenes Kochbuch erstellen wollen: Sorgen Sie für einen hübschen Teller, der keine störenden Flecken aufweist. Wenn Brösel zu sehen sein sollen, dann sparsam dosiert - das verleiht dem Bild Lebendigkeit, ohne zu übertreiben. Dekorieren Sie mit Kräutern oder Gewürzen. Besonders wichtig ist auch der Hintergrund. Lassen Sie nur ins Bild, was Sie auch wirklich drin haben wollen. Sowohl ein Übermass an Objekten als auch überladene Farbeindrücke stören die Harmonie der Food Fotografie. Entscheidend beim Herrichten ist die Vorbereitung: Das ganze Arrangement sollte mit einem leeren Teller eingerichtet und getestet werden, so dass beim Fotografieren des fertigen Gerichts keine Zeit verloren geht.

Nah und fern

 

Während beispielsweise bei einzelnen Früchten der Makromodus kleine Wunder vollbringen kann - vom blossen Obst zum leuchtenden Farbspektakel - empfiehlt es sich, für Food-Bilder ganzer Gerichte Abstand zu wahren. Kleine Fehler treten aus der Nähe sonst zu stark ins Auge und wirken eher wenig appetitlich. Zudem lassen sich so einige Einzelzutaten des fertigen Gerichtes unscharf im Hintergrund platzieren. Das verleiht Tiefe und weckt bei anderen Köchen Lust zum Nachmachen. Geniesser fühlen sich durch bereitliegendes Besteck im Bild eingeladen, sich die abgebildeten Kostbarkeiten schmecken zu lassen, was besonders naheliegt, wenn Sie ein Kochbuch erstellen und Ihrem Leser Appetit machen wollen.

 

>> Mehr über die Makro-Fotografie finden Sie hier

Licht, aber natürlich

 

Fotografie lebt vom Licht, deshalb sollten Sie den Lichtquellen besondere Beachtung schenken. Versuchen Sie, möglichst die Taghelle auszunutzen. Ihre Natürlichkeit greift jene des Sujets der Food-Fotografie auf. Wichtig ist aber das Vermeiden des Blitzes. Auf einem Foto Essen mit Blitz zu überfluten, lässt selbst die raffiniertesten Speisen eindimensional und oft sogar matschig aussehen. Sollten Sie nur Kunstlicht zur Verfügung haben, hilft der manuelle Weissabgleich Ihrer Kamera. Verwenden Sie wenn möglich ein Stativ, damit Sie bei schwierigen Lichtverhältnissen und einer daraus resultierenden längeren Verschlusszeit keine Verwackelungen riskieren

Frage des Formats

 

Viele Menschen schätzen das Querformat für seine ruhige Wirkung. In der Food-Fotografie aber dürfen Sie sich ans Hochformat trauen: Es steigert die Intensität. Verzichten Sie lieber darauf, jede Ecke Ihrer Speisen komplett im Bild zu haben. Angeschnittene Leckereien wecken Spannung und konzentrieren den Blick aufs Wesentliche.

Der goldene Schnitt

 

Nicht mit dem Messer: Diesen Schnitt machen Sie gedanklich - oder per entsprechender Einstellung am Display - in Ihrer Bildfläche. Teilen Sie diese in gleichmässige Drittel, sowohl horizontal als auch vertikal. Versuchen Sie, Ihr Hauptmotiv nie direkt mittig abzulichten. Stattdessen sollte sich das Hauptelement des Bildes auf einem der vier Schnittpunkte der horizontalen und vertikalen Drittelslinien befinden.

 

>> Mehr zum Thema "Der goldene Schnitt" erfahren Sie hier

Blick in den Hintergrund

 

Passende Hintergründe runden gelungene Food-Fotografie ab: Besonders eignen sich naturverbundene Materialien mit dezenter Färbung, etwa Holztische oder rustikale Backbleche. Textile Unterlagen bringen in Ihre Food-Bilder einen Hauch Romantik. Bambusmatten ergänzen beispielsweise das Flair asiatischer Gerichte, zart gemusterte Tischtücher und Servietten verleihen Fotos von Desserts eine zusätzlich süsse Note.

Nachtisch

 

Den letzten knackigen Schliff verleihen Sie Ihrer Food Fotografie mithilfe kleiner Korrekturen per Software. Sie können in einem nachbearbeiteten Foto Essen noch appetitlicher wirken lassen - sei es per Autokorrektur oder durch viele nützliche Tools wie etwa die Tonwertkorrektur oder die Anpassung der Farbkontraste.

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